Top-Manager von Santander erhalten deutlich weniger Geld

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Aufsichtsratschef verliert 32 Prozent - Vorstandschef ein Drittel.

Die Top-Manager der spanischen Großbank Santander bekommen die schwierige Lage ihres Geldhauses auch in der eigenen Brieftasche zu spüren. Nach einem deutlichen Gewinnrückgang im vergangenen Jahr sinkt die Bezahlung des langjährigen Aufsichtsratschefs Emilio Botin um 32 Prozent auf gut 3 Millionen Euro, wie am Mittwoch aus dem Geschäftsbericht der Bank hervorging. Das Gehalt von Vorstandschef Alfredo Saenz fiel im vergangenen Jahr um rund ein Drittel auf 8,2 Mio. Euro.

Das Bonus-Thema wird in Spanien nicht so heiß diskutiert wie in Großbritannien oder Deutschland, wo Investmentbanker Jahre lang hohe Boni kassierten und damit in der Öffentlichkeit für Empörung sorgten. Santander betreibt keine große Investmentbank und konzentriert sich auf das Geschäft mit Privatkunden und Unternehmen. Seit dem Platzen der Immobilienblase in dem südeuropäischen Land hat Santander jedoch wie viele andere spanische Institute mit faulen Krediten zu kämpfen. Zudem drücken die maue Konjunktur und die hohe Arbeitslosigkeit auf die Geschäfte. Im vergangenen Jahr brach der Gewinn von Santander um mehr als die Hälfte auf 2,2 Mrd. Euro ein.

erstellt am 20. Februar 2013, 17:01

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