Switak- Affäre ist Wahlkampf-Thema

switak.jpg
© APA/Robert Jaeger

In den nächsten Tag wird feststehen, ob Ex-Landesrat Christian Switak vor Gericht muss.

Mitten im Wahlkampf zur Landtagswahl Ende April wird die Causa Switak wieder zum Thema: Das Justizministerium hat die Prüfung des Vorhabensberichts zur Switak-Affäre abgeschlossen und an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft zurückgeschickt. „Noch ist aber nichts umgesetzt“, erklärt der Sprecher der Korruptionsstaatsanwaltschaft, Erich Mayer auf Nachfrage von ÖSTERREICH. „Sobald der Betroffene über den Inhalte des Berichtes informiert ist, wird entschieden, ob Anklage erhoben wird oder nicht“, so Mayr. Nähere Details zu dem Bericht gibt es noch nicht. Aber: In den nächsten Tagen wird die Entscheidung fallen, ob sich der ehemalige ÖVP-Finanzlandesrat Christian Switak vor einem Gericht wegen seiner umstrittenen Handlungen verantworten muss.
 

Switak-Affäre.
Der große Skandal erschütterte im Vorjahr die Polit-Landschaft des Landes, insbesondere die Volkspartei: Christian Switak, damals noch Finanzlandesrat und enger Vertrauter von Landeschef Günther Platter (ÖVP) stand wegen mehrerer Jagdeinladungen und einer Innsbrucker Luxus-Wohnung in bester Lage und mit besonderes tollen Konditionen im Kreuzfeuer der Medien.
Das Pikante: Switak war als Landesrat unter anderem für Raumordnung und Seilbahnangelenheiten des Landes zuständig. Die noble Wohnung, in der Switak hauste und nur geringe Miete zahlte, gehörte aber einem der größten Seilbahnen-Kaiser Tirols, Heinz Schultz. Und dieser lud Switak auch noch mehrere Male zur Jagd in seine Reviere ein. Tirol war empört, Switak warf das Handtuch. Bei seinem Rücktritt betonte er, „zu jedem Zeitpunkt rechtlich und moralisch einwandfrei“ agiert zu haben. Außerdem warnte er Kollegen vor der Annahme von Einladungen. Tage später folgte ihm Johannes Tratter als Landesrat nach.

erstellt am 06. März 2013, 20:08

Postings 0 Kommentare ausblenden

Posten Sie Ihre Meinung

Mehr zum Thema