Stronach wollte ÖVP-Landesrätin abwerben

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© Land Salzburg

Drei der fünf feststehenden Kandidaten haben viel Erfahrung als Kommunalpolitiker. Das Team Stronach hat aber (noch) keine Frau.

Heute steigt die Neo-Partei von Magna-Milliardär Frank Stronach auch in Salzburg in den Politik-Ring – siehe auch Innenpolitik, Seite 12. Spitzenkandidat wird wie angekündigt der Goldegger Bürgermeister Hans Mayr – ein Überläufer von der ÖVP. Nummer zwei wird Tormann-Legende und ÖFB-Tormanntrainer Otto Konrad. Er wird sich damit auch einen neuen Job suchen müssen, denn der ÖFB hat bereits angekündigt, keine aktiven Politiker als Trainer akzeptieren zu wollen. Auf dem Höhepunkt der WM-Qualifikation trifft das das Team hart.

Nummer drei wird Helmut Naderer. Der Seekirchner kommt ursprünglich aus der FPÖ und war Flachgauer Bezirkschef. Danach war er Büroleiter von BZÖ-Staatssekretär Eduard Mainoni. Derzeit ist er mit seinen Freien Wählern zweitstärkste Kraft in Seekirchen und Stadtvize.

Zwei weitere Kandidaten sind Franz Brandstätter, kommunalpolitischer Haudegen aus Henndorf und enger Naderer-Weggefährte, sowie der Kapruner Bundesheer-Oberst und Hotelier (Vier Jahreszeiten) Wolfram Fössl.

Frauenlos
Was auffällt: Die Liste enthält keine Frau – Mayrs Wunschkandidatin ÖVP-Landesrätin Tina Widmann lehnte ab: „Es stimmt, ich habe vergangenen Mittwoch ein Angebot erhalten“, sagt sie zu ÖSTERREICH. Mayr hatte ihr die Position der Klubchefin im Landtag angeboten. Am Sonntag habe sie jedoch abgelehnt – allerdings „ohne davor lange überlegen zu müssen“.

Rauswurf
Wie berichtet, ist die Familien-Landesrätin nicht mehr Teil des ÖVP-Regierungsteams, das Haslauer am Freitag präsentierte. Widmann ging nicht ganz freiwillig, betont aber: „Ich bin keine, die von einem Heuhaufen in den nächsten springt.“ Ihre berufliche Zukunft ist noch völlig offen, denn ihr politisches Aus sei genauso plötzlich gekommen wie ihr Einstieg.

(fuw) erstellt am 26. März 2013, 18:42

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