Streit in der ÖVP um EU-Plätze

Michael SPINDELEGGER
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Spindelegger macht sich vor der EU-Wahl weitere parteiinterne Feinde.

ÖVP-Chef Michael Spindelegger steht vor der größten Kraftprobe bisher. Wie berichtet, soll es morgen, Freitag, eine Sitzung zur EU-Wahl geben – mit dabei alle Landesparteien und Bünde. Topthema: die ÖVP-Liste für die Wahl am 25. Mai.

Nur vier Mandate sind 
für die ÖVP realistisch
Bisher steht offiziell nur Othmar Karas als Nummer eins fest. Intern sind aber die Würfel über die anderen Plätze bereits gefallen. Und da die ÖVP am 25. Mai nur mit vier Mandaten rechnen kann, wird’s eng: So soll der Oberösterreicher Paul Rübig fix in Brüssel bleiben – er wird wohl auf Platz 3 kandidieren. Der Bauernbund will Elisabeth Köstinger, eine Kärntnerin, auf Platz 2 – das soll ebenfalls schon sicher sein. Platz 4 wurde der Salzburgerin Claudia Schmidt als Vertreterin der „Westachse“ versprochen. Platz 5 beansprucht Seniorenbund-Chef Andreas Khol für seinen Kandidaten Heinz K. Becker – und das ist ohnehin schon ein Kampfmandat.

ÖVP-Chef kann bei dem Poker nur verlieren
Doch dann käme Ex-Justizministerin Beatrix Karl mit Platz 6 an aussichtslose Stelle. Und das, obwohl ein Parteivorstandsbeschluss ausdrücklich einen „attraktiven Platz“ für sie fordert.

„Eine Lose-lose-Situation“, so ein ÖVPler am Mittwoch: „Spindelegger kann sich aussuchen, wen er sich zum Todfeind macht: entweder den Westen – oder eben die Steirer.“

Nun, der Niederösterreicher Spindelegger hat sich für den Westen und gegen die Steirer entschieden, nach dem Motto „Ein Feind ist besser als drei“. Endgültig beschlossen werden soll die Liste am 14. März im Parteivorstand. Ein Krach ist garantiert.

G. Schröder

erstellt am 26. Februar 2014, 22:04

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