Stärkere Vernetzung von Online- und Offline-Handel: Sport 2000 Österreich schreitet digital voran

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© Onur Binay on Unsplash

Große Schritte in Richtung Zukunft geht der stationäre Handel bereits seit einiger Zeit, kürzlich zog das Tempo rasant an. 

Wenngleich so manches Unternehmen erst noch etwas zögerte, vollzog sich in den vergangenen Monaten ein immer bereitwilligerer Wechsel zu hybriden Modellen aus E-Commerce und stationärem Geschäft. Dass auch der Sportfachhandel mitzieht, zeigt eine Kooperation zur Digitalisierung des Sportfachhandels von SPORT 2000 und der Schweizer Premium Sports Group. Damit möchte man der Bedeutung der Digitalisierung auch im Sportbereich Rechnung tragen und gleichzeitig den Offline-Handel durch eine größere Vernetzung stärken.

Der Einzelhandel bewegt sich zunehmend in Richtung digitaler Lösungen. Dass das dringend notwendig ist, zeigt auch die Entwicklung des Verbraucherverhaltens in Österreich und weiteren Ländern in Europa. Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Kauf im Web, verlieren dabei aber dennoch nicht ihre Sympathie für den stationären Handel. Regional zu kaufen, etwa mit Hilfe der Plattform ECOMMERCE AUSTRIA, wird zu einer beliebten Lösung für alle, die Regionalität schätzen und nachhaltiger konsumieren möchten.

Auch der Sportbereich wird immer digitaler. Einzelhändler sind eng verknüpft mit einem gesellschaftlichen Bereich, in dem sich verschiedenste Akteure der technologischen Zukunft öffnen. Von immer digitaler ausgestatteten Stadien über Wearables bis hin zum eSport selbst könnte die Offenheit der Branche gegenüber moderner Entwicklung kaum vielfältiger sein.

Auch der Sportwettenmarkt bewegt sich im Rhythmus dieses Trends. Vom klassischen Wettschalter der Vergangenheit haben sich Anbieter inzwischen gelöst. Im Internet ist es heute problemlos möglich, seriöse Sportwetten mit PayPal zu zahlen und dabei dem eigenen Sicherheitsbedürfnis nachzukommen. Vor allem die Aspekte des Verbraucherschutzes und der Sicherheit werden dabei immer wichtiger und sorgen somit für gesteigertes Vertrauen zwischen Kunden und Anbietern.

Zur Sportbranche gehören aber nicht nur Vereine und Organisationen, sondern auch der Sportfachhandel. Kein Wunder also, dass auch dieser im wahrsten Sinne des Wortes am Ball bleibt. Das zeigt sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Kunden auf ihrer Customer Journey begleiten

Ein Ziel der Verschmelzung digitaler und stationärer Bereiche ist es, die moderne Customer Journey besser begleiten und abbilden zu können. Der Kunde von heute kauft nicht mehr länger nur im Geschäft vor Ort ein, sondern bedient sich immer häufiger dem bequemen Online-Shopping vom heimischen Sofa aus. Die sogenannte Customer Journey, welche die Entwicklung des Kunden vom ersten Kontakt zu einem Unternehmen bis zur gewünschten Aktion – etwa dem Kauf eines Artikels – beschreibt, findet also bereits im Zuhause des Verbrauchers statt.

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Wenngleich das bereits früher mit Prospekten und TV-Werbung der Fall war, hat die Digitalisierung mit mobilen Endgeräten deutlich dazu beigetragen, die Berührungspunkte des Verbrauchers mit einer Marke zu verändern. Auch Kaufentscheidungen können mitunter positiv beeinflusst werden, wenn Unternehmen Verbrauchern digitale Zusatzoptionen wie Click & Collect anbieten. Sich hierauf einzustellen und die modernen Bedürfnisse sowie Interessen der Verbraucher zu kennen, ist auch im Sportfachhandel essenziell für Zukunftsfähigkeit.

Ein digitales Gesamtpaket, das überzeugt

Bereits seit mehreren Jahren verfolgt SPORT 2000 als einer der größten Sportfachhändler Österreichs ein ehrgeiziges Digitalisierungskonzept und entwickelt dieses fortwährend weiter. Die Arbeit zahlt sich aus und mündet nun in die Kooperation mit der Premium Sports Group (PSG) aus der Schweiz und der ANWR-GRANAT SWISS AG. Die PSG hat sich bereits dem Data Clearing Center angeschlossen und wird schrittweise auch das digitale Konzept übernehmen.

Automatisierte Daten gehören zum Kern der digitalen Strategie. Mit ihrer Hilfe wird es möglich, Sortimente flexibel zu planen und zu steuern. Kundenverhalten lässt sich anhand der gewonnenen Daten leichter analysieren, sodass auch Trends und eventuelle Veränderungen zügig in die weitere Planung einfließen können. Damit entwickelt sich der Sportfachhandel in eine weitaus beweglichere Zukunft, in der die Wünsche des Verbrauchers schneller und effizienter erfüllt werden können.

Vom digitalen Ladentisch zum Onlineshop

Ein besonderer Meilenstein bei SPORT 2000 war die Einführung des digitalen Ladentisches. Diese hybride Lösung befindet sich in den stationären Geschäften des Unternehmens und unterstützt Personal sowie Verbraucher dabei, gewünschte Waren unkompliziert bereitzustellen. Ist ein Produkt beispielsweise in einer Filiale nicht vorrätig, kann das Personal mit Hilfe des digitalen Ladentisches prüfen, ob eine andere Filiale es derzeit noch führt. Weitere Schritte wie Click & Collect oder auch eine Lieferung zum Kunden nach Hause können direkt angestoßen werden.

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An der Seite des digitalen Ladentisches steht inzwischen auch der Onlineshop von SPORT 2000, der es Kunden erlaubt, bereits online nachzusehen, ob ein Produkt im Laden vorrätig ist. Somit findet erneut eine praktische Verknüpfung der digitalen Welt und der lokalen Filiale statt.

Das Data Clearing Center als Herzstück

Im Zuge der Zusammenarbeit von SPORT 2000 und der Premium Sports Group entsteht eine gemeinsame Datenstelle. Diese soll in der Zukunft dazu dienen, ein Omnichannel-Konzept zu entwickeln, welches beide Länder umfasst. Im Zentrum steht dabei das Data Clearing Center, das SPORT 2000 schon seit einem Jahrzehnt unterhält. Hier werden Daten gesammelt und automatisiert verarbeitet. Bis jetzt konnten sich laut sport-fachhandel.com bereits 150 Marken dem Center anschließen.

Es ist zu erwarten, dass sich aus dieser Kooperation zahlreiche Vorteile für die Verbraucher ergeben. Dabei ist es ebenfalls sehr wahrscheinlich, dass SPORT 2000 und die Premium Sports Group im Zuge ihrer Zusammenarbeit weitere Lösungen implementieren und damit ein immer fortschrittlicheres Konzept führen, das die digitale mit der stationären Handelswelt verbindet.
  

erstellt am 17. September 2021, 07:11

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