So ist unser 
neuer Super-Adler privat

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Unser neuer Superstar über den Mega-Erfolg und seinen steinigen Weg.

Der frisch polierte Gold-Adler erstrahlt in Thomas Dietharts neu eingerichteter Trophäensammlung. Seit der Rückkehr in seine Tiroler Wahlheimat Matrei mussten er und Freundin Anna Aigner in der gemeinsamen Wohnung vor allem eines machen: Platz für die Siegespokale schaffen.

Seit zwei Jahren lebt der „fliegende Tullnerfelder“ hier mit der feschen Psychologiestudentin zusammen – die beiden kennen einander aber bereits seit der Jugend. Annas Bruder Clemens war mit Thomas im Springernachwuchs.

Noch vor einem Monat kannten nur Eingeweihte den Namen Diethart, jetzt nach dem Sensationssieg bei der Vierschanzentournee hat Anna einen „Liebling der Nation“ daheim. Auch Idol Thomas Morgenstern ist beeindruckt vom Himmel­stürmer. Im ÖSTERREICH-Talk verrät Diethart sein Erfolgsgeheimnis: „Rückschläge haben mich stärker gemacht. Egal, ob ich gestürzt oder von der Schule geflogen bin.“

Papa Gernot erinnert sich schmunzelnd: „Als er zehn war, hat er im ersten TV-Interview gesagt: ,Ich werde Weltmeister.‘ “ Elf Jahre später sitzt Diethart am Skisprung-Thron und plant bei den Winterspielen in Sotschi die nächste Sensation: „Olympia ist mein Kindheitstraum. Meine Karriere startet jetzt erst richtig.“

ÖSTERREICH: Thomas, was haben Sie zuerst gemacht, als Sie von der Vierschanzentournee nach Hause gekommen sind?
Thomas Diethart: Wäsche gewaschen und geschaut, wo ich Platz finde für die vielen Trophäen, die ich gewonnen habe.

ÖSTERREICH: Wie fühlt es sich an, plötzlich ein Nationalheld zu sein?
Diethart: Ich werde noch einige Zeit brauchen, um mit dem Rummel fertig zu werden. Aber es ist schon cool, wenn viele Leute wissen, wer man ist.

ÖSTERREICH: Vor Ihrem Tourneesieg hatten Sie 1.500 Facebook-Freunde. Zwei Wochen später sind es über 45.000. Gefällt Ihnen der Hype um Ihre Person?
Diethart: Man realisiert, dass man etwas Einzigartiges geschafft hat. Mir taugt̓s extrem. Ich sehe mir gerne auch meine Videos auf YouTube an und finde die Kommentare sehr spannend.

ÖSTERREICH: Vor wenigen Wochen sind Sie im Continental-Cup unter Ausschluss der Öffentlichkeit gesprungen. Was hat sich geändert?
Diethart: (lacht) Vor allem das Zuschauerinteresse! Vor so vielen Fans zu springen, gibt mir Motivation.

ÖSTERREICH: Wie beim zweiten Durchgang in Bischofshofen unmittelbar vor Ihrem Gesamtsieg?
Diethart: Das war Gänsehaut-Feeling pur. Wenn du da oben sitzt und 20.000 Fans deinen Namen rufen, dann beflügelt dich das noch einmal.

ÖSTERREICH: Auch wenn man weiß, dass Familie und Freundin zwischen Tausenden Fans im Schanzenauslauf mitzittern?
Diethart: Um den Papa habe ich mir am meisten Sorgen gemacht, ob ihm das alles nicht zu viel wird (lacht). Es war schön, diese Momente besonders mit den Menschen zu genießen, die immer an mich geglaubt haben.

ÖSTERREICH: Welche Rolle spielte dabei Ihr „Ziehvater“ Landeshauptmann Erwin Pröll?
Diethart: Er hat uns in einer sehr schwierigen Phase geholfen, als viele nicht an einen Skispringer aus Niederösterreich geglaubt haben. Das werden wir nie vergessen.

ÖSTERREICH: Wenn Sie an Ihre schwierige Schulzeit in Stams denken: Haben Sie jemals daran gedacht, alles hinzuschmeißen?
Diethart: Nein. Schon als Vierjähriger wusste ich: Ich will Skispringer werden. Und das habe ich auch durchgezogen.

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erstellt am 11. Jänner 2014, 22:52

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