Schwere Übertretungen im Osterverkehr

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© TZ Oesterreich Lisi Niesner

"Augenscheinlich desolater" Reisebus gestoppt - Sattelkraftzug-Lenker "im Teambetrieb" mehr als 58 Stunden unterwegs

Im Rahmen der verstärkten Verkehrsüberwachung zu Ostern hat die Polizei in Niederösterreich einmal mehr einige schwere Übertretungen festgestellt. Laut einer Bilanz der Exekutive vom Dienstag wurde u.a. ein "augenscheinlich desolater" ukrainischer Reisebus angehalten und an der Weiterfahrt gehindert. Gestoppt wurden außerdem ein türkischer Sattelkraftzug, dessen zwei Lenker "im Teambetrieb" mehr als 58 Stunden durchgehend unterwegs waren.

Der mit 60 Personen, davon 25 Kinder, besetzte Reisebus "auf einer Urlaubsfahrt durch mehrere europäische Länder" war auf der A2 in Warth (Bezirk Neunkirchen) angehalten worden. Bei der technischen Untersuchung wurden laut Polizei "schwerste Missstände mit konkreter Gefahr für die Verkehrssicherheit der Reisenden und der anderen Verkehrsteilnehmer festgestellt". Konkret: Die Bremsscheiben der ersten Achse zeigten mehrere durchgehende Risse über den gesamten Umfang der Bremsscheiben. Die Wirksamkeit der Betriebsbremse war an zwei der drei Achsen annähernd wirkungslos. Die Reifen der zweiten Achse waren bereits sehr stark abgefahren und zeigten an der Innenseite der Lauffläche keine messbare Profiltiefe. In den tragenden Teilen des Hauptrahmens wurden mehrere durchgerostete Stellen festgestellt.

Aufgrund der Untersuchungsergebnisse wurden die Kennzeichentafeln und der Zulassungsschein eingezogen. Nach Einhebung einer Sicherheitsleistung wurde die Anzeige gegen den ukrainischen Fahrzeuglenker und den ukrainischen Zulassungsbesitzer an die Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen erstattet. Die Urlaubsreisenden setzten mit einem verständigten Ersatzreisebus ihre Fahrt fort.

Bei der Kontrolle eines Sattelzuges auf der A1 in Loosdorf (Bezirk Melk) stellte sich heraus, dass die beiden Lenker ohne Ruhezeiten unterwegs waren. Einer der Männer wies eine Gesamtlenkzeit von 32 Stunden und 25 Minuten auf, der zweite von 25 Stunden und 47 Minuten. Den Chauffeuren wurde die Weiterfahrt untersagt und Anzeige an die BH Melk erstattet.

Eine Streife der Autobahnpolizeiinspektion Tribuswinkel beanstandete im Osterverkehr einen 19-jährigen Probeführerscheinbesitzer, der auf der A2 bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h mit 138 km/h unterwegs war. Der junge Mann wurde an die BH Mödling angezeigt. Mit 160 statt der erlaubten 100 km/h war schließlich auf der B37 in Gföhl (Bezirk Krems) - bei Schneetreiben - ein Pkw-Lenker unterwegs. Weil der Mann außerdem alkoholisiert war, wurde ihm der Führerschein abgenommen und Anzeige an die BH Krems erstattet.

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erstellt am 02. April 2013, 15:43

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