Schönborn: Letzte Ehre für Jägerstätter

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© Pressefoto Scharinger / Daniel S

Hohe Vertreter aus Politik und Kirche verabschiedeten Franz Jägerstätters Witwe.

Als „langen Karfreitag“ bezeichnete Franziska Jägerstätter zuweilen ihr Leben. Jetzt ist das, was in diesem Zusammenhang ihr Ostersonntag sein sollte, wahr geworden: die Wiedervereinigung in der Ewigkeit mit ihrem Mann Franz. Er war 1943 von den Nazis hingerichtet worden, weil er aus religiösen Gründen den Dienst an der Waffe verweigert hatte.

Am Samstag erwiesen Hunderte Menschen der eine Woche zuvor 100-jährig Verstorbenen in ihrem Heimatort St. Radegund (Bez. Braunau) die letzte Ehre. Auf dem Platz vor der Pfarrkirche wurde die Begräbnismesse gefeiert, an der neben Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) und politischen Vertretern aus Bezirk und Gemeinde auch eine prominente Abordnung der katholischen Kirche teilnahm: Kardinal Christoph Schönborn, Bischof Ludwig Schwarz, Altbischof Maximilian Aichern verabschiedeten die Witwe des seligen Märtyrers ebenso wie Vertreter der Friedensorganisation Pax Christi.

Bereits am Freitag hatte Bischof Schwarz gemeinsam mit Nuntius Peter Stephan Zurbriggen im Linzer Mariendom ein Requiem zu Ehren Franziska Jägerstätters zelebriert. „Wer ihr begegnete, ging immer beschenkt weg“, erinnerte sich Schwarz.

erstellt am 24. März 2013, 15:59

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