Terror-Alarm um Todes-Flug 370

Terror-Alarm um Todes-Flug 370 © Reuters
Terror-Alarm um Todes-Flug 370 © EPA

Terrorakt? Nach dem Verschwinden der Boeing 777 ermittelt auch das FBI.

Rund 22 Flugzeuge und 40 Schiffe aus Vietnam, China, Malaysia, Philippinen und Singapur suchten Sonntag im Ozean unermüdlich nach der verschwundenen Boeing 777. Um 16 Uhr der erste Erfolg: Suchtrupps erspähten ein viereckiges Wrackteil im Meer. Die Tür des Jets? Ein Teil der Tragfläche? Vorerst unklar, das Rätsel um den Flug MH370 blieb ungelöst.

Fahnder vom FBI ermitteln in Richtung Terrorakt
Mehr als 24 Stunden nachdem die malaysische Boeing 777-200 am Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar verschwand, fehlte jede Spur. 239 Tote wurden befürchtet. Die Frage, die trauernde Angehörige und zweifelnde Behörden stellten: Was passierte wirklich mit der Boeing 777 und seinen Insassen? Fahnder ermittelten in alle Richtungen, sogar das FBI schickte ein Expertenteam nach Malaysia. Ihr Verdacht: ein Terrorakt.

Wer flog mit Pässen von Christian K. & Luigi M.?
Der Schlüssel zur Aufklärung könnten zwei gestohlene Pässe sein: Zwei unbekannte Insassen verwendeten die bei Interpol als gestohlen gemeldeten Reisepässe, die dem Österreicher Christian K. (61) und dem Italiener Luigi M. (37) gehörten. Tatsächlich waren K. und M. nicht an Bord, sondern wohlauf (siehe Story unten). Doch wer löste mit ihren Pässen die Flugtickets? Stecken Terroristen hinter dem Verschwinden des Jets? Fest steht nur: Die Flugtickets im Namen von K. und M. wurden zusammen gekauft. Ronald Noble von Interpol übt Kritik: „Es ist beunruhigend, dass Passagiere mit einem von Interpol als gestohlen registrierten Pass an Bord eines internationalen Fluges gelangen konnten.“

Wurde Maschine noch in der Luft zerstört?
Die Ermittler untersuchten eine zweite Variante: Die Boeing könnte umgekehrt und in der Luft zerstört worden sein. Doch: Keine Explosion wurde registriert.

(prj)

Die Theorien zum mysteriösen Flug

Die Boeing 777-200 ist weiter verschollen. Doch wie konnte es so weit kommen? Die Theorien zum Verschwinden.

  • Bombenanschlag? Wenn es in der Luft zu einer plötzlichen Explosion kommt, kann die Kommunikation binnen Sekunden abbrechen. Luftfahrtexperte Kurt Hofmann sagt zu ­ÖSTERREICH: „Dass die Maschine plötzlich am Radar fehlte, deutet auf eine Explosion hin.“
  • Defekte Bordinstrumente? Ein Totalausfall der Instrumente wäre möglich. Experten sagen aber, dass es dann automatisch Alarmsignale hätte geben müssen. Hofmann: „Es ist eigenartig, das Unglück passierte in der sichersten Phase.“
  • Absicht oder Pilotenfehler? Der Flugkapitän Zaharie Ahmad (53) könnte die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht haben. Es könnte ihm auch ein Fehler passiert sein.

Mysteriös: Wer checkte mit dem Pass des Salzburgers ein?

Ein Salzburger und ein Italiener standen auf der Passagierliste. Beiden geht es gut.
Am Nachmittag kam endlich die Entwarnung: Stundenlang forschte die Polizei nach Christian K. (61) in Salzburg, bis er wohlauf bei seinem Wohnsitz angetroffen wurde. Verdutzt antwortete er den Beamten, dass er nicht an Bord dieses Fliegers war, dass es ihm gut gehe und dass ihm vor zwei Jahren in Thailand sein Reisepass gestohlen wurde. Damit war auch offiziell klar: Jener Christian K. aus Österreich, der auf der Passagierliste des Flugs MH370 auftauchte, war jemand anderer. Doch wer kaufte unter falschem Namen die Tickets für den Flug und checkte als „Christian K.“ am Flughafen in Kuala Lumpur ein?

Dasselbe Schicksal erfuhr der Italiener Luigi M. (37): Auch sein Name tauchte auf der Passagierliste auf, auch sein Pass wurde ihm gestohlen, allerdings vor acht Monaten. Sonntag posierte M. in Phuket vor Journalisten und zeigte seinen neuen Pass stolz in die Kameras.

Beide Pässe bei Interpol als gestohlen gemeldet
Auch sein gestohlener Pass wurde von Interpol registriert und trotzdem gelang es einem Unbekannten, mit seinem Pass an Bord der Maschine zu gelangen.

erstellt am 10. März 2014, 00:01

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