Pereira gilt als Favorit für Mailand

Pereira
© Bruna

Verlässt der Intendant Salzburg? - Job an der Scala wäre 2015 frei. 

Geht es nach italienischen Medien und Kulturexperten, wird der nächste Intendant der Mailänder Scala Alexander Pereira (65) heißen. Was aus italienischer Sicht neben der künstlerischen Kompetenz für ihn spricht: Pereira gilt als Genie im Auftreiben von Sponsorgeldern. Und die Scala kämpft derzeit mit sinkenden öffentlichen Subventionen.

Der Haken: Pereira ist laut Vertrag noch bis Herbst 2016 Intendant der Festspiele. Allerdings ist er in der Mozartstadt unglücklich – ÖSTERREICH hat berichtet: Schon zweimal drohte er mit Rücktritt, weil das Kuratorium (Aufsichtsrat) einen Expansionskurs, den er den Festspielen verordnen möchte, nicht mitträgt.

Kein Vertrauen
Während die Kuratoren für Pereira kurzsichtig sind, halten ihn diese für arrogant – keine gute Basis für eine längere Zusammenarbeit. Daher hat Stadtchef und Kurator Heinz Schaden (SPÖ) Pereira nach der jüngsten Kuratoriumssitzung auch ausrichten lassen, er müsse Salzburg jedenfalls 2016 verlassen.

Vertrag ist Vertrag
Möchte Pereira an die Scala gehen, müsste er schon heuer mit der Vorbereitung für 2015 beginnen. Schaden und Landeschefin Gabi Burgstaller (SPÖ) erinnern noch einmal an seinen Vertrag. Er sei „vor allem dem Festspiel-Publikum verpflichtet“, so Burgstaller. „Eine Nebentätigkeit ist ausgeschlossen“, betont Schaden. Er will bei der nächsten Kuratoriumssitzung im Mai Klartext reden. „Da wird uns der Intendant berichten“, meint er. Und dann müsse man Klartext reden: „Einen Schwebezustand wird es nicht geben.“

Déjà-vu
Das könnte heißen: Will Pereira nach Mailand, muss er Salzburg gleich verlassen. Vor Pereira gab es übrigens eine ähnliche Situation mit Jürgen Flimm, der dann vorzeitig nach Berlin ging.

erstellt am 20. März 2013, 21:53

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