Oligarch: Gegen 
125 Mio. Euro frei

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Es hat gedauert – doch gegen 125 Millionen Euro Kaution ist Oligarch Firtasch wieder frei.

Das Tauziehen um die Freilassung des in Auslieferungshaft sitzenden ukrainischen Oligarchen Dmitri Firtasch (38) ist zu Ende. Der Kiew-Milliardär, der bereits am Donnerstag die geforderte Kaution von 125 Millionen Euro eingezahlt hatte, ist seit Freitagnachmittag ein freier Mann.

Der Gasmogul mit geschätztem Vermögen von drei Milliarden Euro und eigenem Fernsehsender war in Wien-Wieden aufgrund eines US-Haftbefehls festgenommen worden. Firtasch wird Korruption und die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Er soll Politiker geschmiert haben, um an lukrative Titan-Geschäfte zu gelangen. Die USA wollen ihn in Chicago vor Gericht stellen, es gilt die Unschuldsvermutung.

Das Wiener Straflandesgericht hat für die Freilassung des Oligarchen die Rekord-Kaution von 125 Millionen Euro festgelegt. Allerdings unter der Auflage, dass Firtasch nach einer Enthaftung Österreich bis zur Klärung des Auslieferungsverfahrens nicht verlassen darf.

Wie erwartet, brachte der Milliardär, der selbst eine Bank mit über 500 Filialen hat, die geforderte Summe spielend auf. Doch als das Geld am Bawag-Konto der Justiz einging, wurde es erst einmal eingefroren. Wegen Geldwäsche-Verdachts prüfte das Bundeskriminalamt die Herkunft der Millionen. Am Freitag gab es schließlich grünes Licht. Die 125 Millionen Euro waren offenbar legaler Herkunft.

Bis zur Auslieferung 
werden Wochen vergehen

Gegen 16. 30 Uhr kam vor dem Landesgericht Bewegung auf. Sicherheitsbeamte postierten sich, Journalisten und Kamera-Teams warteten auf den Oligarchen. Als plötzlich dicke Limousinen vorfuhren, war klar: Das Wochenende würde Firtasch nicht mehr hinter Gittern verbringen müssen.

Er wird an seiner Adresse in Wien-Wieden wohnen, muss sich regelmäßig bei der Polizei melden. Bis über eine Auslieferung in die USA entschieden wird, werden noch Wochen vergehen.

erstellt am 21. März 2014, 23:10

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