Klage gegen OeNB-Vize Duchatczek

OeNB ortet keinen weiteren Finanzierungsbedarf
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Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Die Justiz wirft dem Nationalbank-Vize Wolfgang Duchatczek Bestechung bei Geschäften in Syrien und Aserbaidschan vor.

Anklage
Wolfgang Duchatczek, der Vizechef der Österreichischen Nationalbank (OeNB), muss im Schmiergeldskandal rund um die notenbankeigene Gelddruckerei OeBS auf die Anklagebank. Wie die Staatsanwaltschaft Wien bestätigt, wird gegen Duchatczek und weitere acht Beschuldigte wegen Beitrag zu Bestechung, Geldwäscherei und der Bildung einer kriminellen Vereinigung (Mafia-Paragraf) Anklage erhoben. Sie haben nun 14 Tage Zeit, Einspruch zu erheben.

14 Millionen
Die Manager der Banknotendruckerei - Hauptangeklagter ist Ex-OeBS-Chef Michael Wolf - hätten für Aufträge in Syrien und Aserbaidschan "Provisionen" (bis zu 20 Prozent der Auftragssumme) an dortige Notenbanker bezahlt. Via rückdatierte Verträge seien die Gelder aus der Druckerei an vermeintliche Berater hinausgeschleust worden. Insgesamt sollen 14 Millionen Euro über Offshorekonten an die Auftraggeber zurückgeflossen sein.

Duchatczek weist die Vorwürfe zurück. Für alle gilt dabei die Unschuldsvermutung.

erstellt am 13. Juni 2013, 15:23

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