Nonnen versteckten Millionenbetrüger

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© All/Symbolbild

Monatelang lebte ein gesuchter Millionenbetrüger ohne große Tarnung in Kärnten.

Halleluja – war die Aufregung jetzt groß, als sich die Nachricht über alle Kanäle verbreitete, dass ein Ganove, der auf Tschechiens „Most Wanted“-Liste der gesuchten Verbrecher ganz oben steht, in Kärnten geschnappt wurde und bereits in Auslieferungshaft sitzt.

Was nur in ÖSTERREICH stand: Der 47-jährige Architekt Marek R. alias Josef Mark – Hauptverdächtiger in der „Budišov-Affäre“ – wurde im Kloster Wernberg der Schwestern vom Kostbaren Blut von Zielfahndern des Bundeskriminalamtes geschnappt.

Es geht um Staatsaffäre und 15,5 Millionen Euro
Die Nonnen gaben sich ahnungslos, einem solchen Kaliber in ihrem Gästehaus Unterschlupf gewährt zu haben: Der dandyhafte Tscheche soll federführend am Versuch beteiligt gewesen sein, vom Ministerium für lokale Entwicklung eine 15,5-Millionen-Euro-Förderung zu erlangen. Im Vorjahr setzte sich Marek R. ins Ausland ab – und tauchte im Kloster der gutgläubigen Nonnen ab.

Laut Insidern machte er gegenüber den Ordensschwestern keinen Hehl daraus, wer er sei und dass er gesucht werde: Er sei aber Opfer einer Verschwörung und benötige gleichsam „Asyl“, das ihm auch gewährt wurde. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

(kor)

erstellt am 23. Februar 2014, 23:30

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