"Mit Boykott lässt man Sportler im Stich"

Peter Schröcksnadel
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ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel gegen Boykott der Olympischen Winterspiele in Sotschi.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel tritt gegen einen Polit-Boykott der olympischen Spiele in Sotschi ein. Ein Boykott käme seiner Meinung nach viel zu spät: "Warum hat man denn nicht damals die Bewerbung Russlands boykottiert? Das hat man sich nicht getraut. Mir geht es um die Sportler, die sich vorbereitet haben und die ihre Leistung bringen. Würden die Politiker nicht kommen, ließen sie doch die Sportler im Stich."

In der Debatte rund um einen Boykott sieht Schröcksnadel auch politische Motive: "Das würde doch auch bedeuten, dass man dem Terror nachgibt. Ich habe den Eindruck, dass hier die Spiele von einigen für ihre Zwecke missbraucht werden."
 

ÖSV-Chef im Interview:

ÖSTERREICH: Sollen Politiker Sotschi boykottieren?
Peter Schröcksnadel: Ich bin gegen einen Boykott. Das würde doch auch bedeuten, dass man dem Terror nachgibt. Ich habe den Eindruck, dass hier die Spiele von einigen für ihre Zwecke missbraucht werden.

ÖSTERREICH: Ist das nicht der Vorwurf an Putin und seine Menschenrechts-Politik?
Schröcksnadel: Warum hat man denn nicht damals die Bewerbung Russlands boykottiert? Das hat man sich nicht getraut. Mir geht es um die Sportler, die sich vorbereitet haben und die ihre Leistung bringen. Würden die Politiker nicht kommen, ließen sie doch die Sportler im Stich.

erstellt am 02. Jänner 2014, 16:02

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