Michael Glawogger überraschend verstorben

Michael Glawogger
© Getty Images

Der Filmemacher ist bei Dreharbeiten in Afrika an Malaria gestorben.

Der österreichische Filmemacher Michael Glawogger ist in der Nacht auf Mittwoch bei Dreharbeiten in Liberia gestorben, wie eine Sprecherin der produzierenden Lotus Film bestätigte. Glawogger war mit einem Filmteam am 3. Dezember des Vorjahres auf Weltreise aufgebrochen, um "Untitled - Der Film ohne Namen" zu drehen. Das Projekt sollte sich in eine Serie Globalisierungs-kritischer Dokus einreihen, mit denen sich der gebürtige Grazer einen Namen gemacht hatte.

Bewegtes Leben
Michael Glawogger wurde am 3. Dezember 1959 in Graz geboren. Er studierte am San Francisco Arts Institute und an der Filmakademie Wien. Häufiges Thema seiner Arbeiten war die Globalisierung, sowie ihre Vor- und Nachteile. Zu seinen international gefeierten Werken zählen "Megacities", ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 1998, und "Working Men's Death", der 2005 erschien. Für diese Filme wurde Glawogger mit dem Deutschen Filmpreis und den Golden Spin Award geehrt.

Aufsehen mit "Whore's Glory"
Der letzte Film, mit dem er großes Aufsehen erregte, war die umstrittene und gleichzeitig vielfach ausgezeichnete Dokumentation "Whore's Glory" aus dem Jahr 2011, die in Venedig den Spezialpreis der Jury erhielt. Der Film behandelte das sensible Thema der Prostitution im Blickwinkel verschiedener Kulturkreise.

Kollegen reagieren bestürzt
Kollegen des Fachverbands von der Film- und Musikindustrie äußern sich zu Glawoggers Tod in einem bestürzten Schreiben. Hier geht's zur Stellungnahme.

erstellt am 23. April 2014, 12:41

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