Luftfracht-Schwäche macht FedEx zu schaffen

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Gewinn brach im dritten Quartal um 31 Prozent ein.

Eine Flaute im Luftfracht-Geschäft hat dem US-Paketdienst FedEx einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der Überschuss fiel im dritten Geschäftsquartal um 31 Prozent, wie der Rivale der Deutschen Post am Mittwoch mitteilte. Der Branchenzweite in den USA hinter UPS kündigte daraufhin zusätzliche Einsparungen an. Angesichts der schwachen Konjunktur machten die Kunden zuletzt vor allem einen Bogen um schnelle Transportdienste wie die Luftfracht, die eine höhere Rendite abwerfen. Der Betriebsgewinn in der Express-Sparte brach daher um 66 Prozent ein. Dieses Geschäft, das den Paket-Transport über Nacht mit Flugzeugen anbietet, trägt den größten Anteil zum FedEx-Umsatz bei.

Weltweit agierende Logistik- und Paketdienste wie FedEx gelten wegen ihrer globalen Zustellnetze als Gradmesser der konjunkturellen Entwicklung. Die FedEx-Zahlen lassen demnach auf wenig Gutes hoffen. Anleger zogen sich enttäuscht zurück. Die Aktie gab vorbörslich drei Prozent nach.

"Das dritte Quartal war sehr schwierig wegen anhaltender Schwäche auf dem internationalen Luftfracht-Markt, Renditedruck wegen Überkapazitäten in der Branche und Kunden, die weniger teure und langsamere Dienstleistungen wählen", sagte FedEx-Chairman Frederick W. Smith. Das Unternehmen aus Memphis zieht nun Konsequenzen. Vor allem bei der Paketzustellung von und nach Asien will sich FedEx rarer machen. Zudem wird auch geprüft, inwieweit ältere, spritfressende Flugzeuge aus der Flotte genommen werden können.

Der Überschuss des Unternehmens mit mehr als 300.000 Mitarbeitern fiel im abgelaufenen Quartal bis Ende Februar auf 361 Mio. Dollar (278,9 Mio. Euro). Der Umsatz hingegen stieg leicht um 4 Prozent auf 11 Mrd. Dollar. Erst im Oktober hatte FedEx ein auf vier Jahre angelegtes Sparprogramm im Volumen von 1,7 Mrd. Dollar aufgelegt. Laut Smith befindet sich der Konzern dabei auf Kurs. Die Prognose fürs laufende Quartal fiel recht vage und zurückhaltend aus. Das Unternehmen rechnet mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,90 und 2,10 Dollar.

Im Gegensatz zu FedEx ist die Deutsche Post für 2013 deutlich zuversichtlicher. Fürs laufende Jahr rechnet der Bonner Konzern trotz der konjunkturellen Unsicherheiten mit einem weiteren Gewinnanstieg. An dem Konkurrenten TNT Express sind die Deutschen trotzdem nicht interessiert. Die EU-Kommission lehnte erst kürzlich eine Fusion der Niederländer mit UPS ab.

erstellt am 20. März 2013, 15:41

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