Bremse für Promi-Einbürgerung

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© UK Press via Getty Images

Künstler & Sportler: Sogenannte „Promi-Einbürgerungen“ werden erschwert.

Eines gleich vorweg: Die Sopranistin Anna Netrebko (eingebürgert im Jahr 2006) und Oscar-Star Christoph Waltz (2010) hätten auch künftig gute Chancen auf eine Staatsbürgerschaft. Am Dienstag wird zwar der Ministerrat auf Antrag von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner einen Kriterienkatalog beschließen, der Promi-Einbürgerungen erschwert. Die verlangten Spitzenleistungen erbringen die beiden aber locker.

Einbürgerungen waren 
oft nicht nachvollziehbar

  • Künstler: Sie können eingebürgert werden, wenn „die herausragende künstlerische Leistung des Einzelnen Publikum anzieht“. Es müsse sich um einen „wesentlichen Beitrag zum Kunstgeschehen Österreichs handeln“.
  • Wirtschaft: Hier gibt’s den Pass, wenn der Neo-Österreicher „zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in relevantem Ausmaß beiträgt“. Geldflüsse nach Österreich allein seien nicht ausreichend, so der Katalog.
  • Wissenschaft: Als einbürgerungswürdig gelten nur Forscher mit „hoher Reputation in der internationalen Scientific Community“.
  • Sport: Umkämpft sind stets Sportler-Einbürgerungen – Ried-Torhüter Thomas Gebauer (2012) etwa hätte künftig Probleme: Den Pass gibt’s nur noch, wenn der Neo-Österreicher „beabsichtige, in einem österreichischen Nationalteam tätig zu werden“. Das mag ja noch stimmen – ob es allerdings „keinen Inländer gibt, der den Sport auf selbem Niveau ausübt“, ist eher fraglich.

(gü)

erstellt am 23. Februar 2014, 23:30

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