Köpferollen nach Schul-Skandal

Gabriele Heinisch-Hosek
© APA

Ex-Bifie-Chef Haider vermutet Racheakt hinter Datenleck bei Schülertests.

400.000 interne Schülertests und 37.000 E-Mail-Adressen von Lehrern sind auf rumänischen Servern aufgetaucht. Diese Datenpanne des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie) beschäftigt seit Tagen die heimische Innenpolitik.

Günter Haider, Ex-Chef des Bifie, spricht nun von einem „Racheakt“. Er vermutet jene Technikfirma dahinter, deren Vertrag vonseiten des Bifies gekündigt wurde. „Es muss ein Fachmann auf dem Server gesucht haben, der die Daten genau kennt.“

Für die ÖVP-nahe Lehrergewerkschaft ist die Schuldige Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) – sie fordert sogar ihren Rücktritt. Es sei ein „Skandal“, dass die Ministerin zwei Monate lang davon gewusst, aber nichts unternommen habe.

Heinisch-Hosek denkt nicht an Rücktritt. Sie will alles „lückenlos aufklären“ und sieht die Verantwortung beim Bifie. „Jetzt sind auch die beiden Geschäftsführer in der Ziehung. Wenn sich herausstellt, dass etwas unrechtmäßig war, haben sie die Konsequenzen zu ziehen.“ Die beiden Chefs Christian Wiesner und Martin Netzer müssen um ihren Job bangen.

Bildungstests gestoppt, Zentralmatura wackelt
Sämtliche Bildungstests wurden gestoppt, solange die Staatsanwaltschaft ermittelt. Selbst die Zentralmatura, die nächstes Jahr starten sollte, wackelt.

(kali)

erstellt am 27. Februar 2014, 23:48

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