Keine Betriebsräte bei Vapiano Österreich

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© Christian Bruna

Gewerkschaft: Derzeit keine Beschwerden der Belegschaft in Österreich - Unterstützung bei Betriebsratsgründungen

Der deutsche Systemgastronom Vapiano, mit sieben Standorten in Österreich vertreten, hat auch hierzulande keine Betriebsräte. Das bestätigte die Gewerkschaft Vida auf Anfrage. "Uns liegen aber (im Gegensatz zu Deutschland, Anm.) derzeit keine Beschwerden seitens der Belegschaft vor", sagte ein Gewerkschaftssprecher. Sollten Mitarbeiter einen Betriebsrat gründen wollen, bot er "gewerkschaftliche Unterstützung" an.

Die Lokalkette, die das "lockere und gelassene" Lebensgefühl Italiens anpreist, soll in Deutschland die Gründung eines Betriebsrates verhindert haben. "In Österreich braucht es Mitarbeiter, die einen Betriebsrat gründen wollen, dann unterstützt die Gewerkschaft gerne", so der Vida-Sprecher.

Die Kette funktioniert über ein Franchise-Modell, wie große Fast-Food-Anbieter. Gesucht werden Innenstadtlagen in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern erster und zweiter Kategorie. Als Nachbarn wünscht man sich "exklusive Geschäfte, hochwertige Boutiquen, viele Büros für das Tagesgeschäft und idealerweise Gastronomie, Unterhaltung (Theater, Kinos usw.) sowie ein gutes Wohnumfeld für das Abendgeschäft".

Gegen das Umfeld in der Firma - mit offenbar massiver Behinderung von Betriebsratswahlen - klagt nun die dortige Gewerkschaft "Nahrung-Genuss-Gaststätten" (NGG).

erstellt am 25. Februar 2013, 15:48

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