Kampfplan der Lehrer bis Weihnachten

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© APA

Trotzdem soll vorerst kein Streik stattfinden“, sagt Lehrergewerkschafter Kimberger.

Donnerstag hat der ÖGB-Vorstand einstimmig Kampfmaßnahmen der Beamtengewerkschaft gegen das neue Lehrerdienstrecht gebilligt. Von Streik ist dabei aber nicht die Rede: „Es wird vorerst auch keinen geben“, klärt Paul Kimberger auf, streitbarer Chef der Lehrergewerkschaft.

Dazu könnte es erst kommen, „sollten auch in der parlamentarischen Behandlung keine Änderungen im Lehrerdienstrecht erreicht werden“, ergänzt Kimberger gegenüber ÖSTERREICH.

Das Parlament wird sich erst am 17. Dezember mit der Causa befassen. Bis dahin wollen die fünf verschiedenen Lehrergewerkschaften auf eine weitere Eskalation der Lage verzichten.

Geplant ist vorerst:

  • Am 5. Dezember werden an allen Schulen (ausgenommen Volksschulen) sogenannte Dienststellenversammlungen stattfinden.
  • Diese werden zwei Stunden dauern, „sollen außerhalb der Kernzeit abgehalten werden“, so Reinhart Sellner, Chef der unabhängigen Lehrergewerkschafter, zu ÖSTERREICH. Hintergrund: Alle Pädagogen sollen informiert werden, was nun Sache ist.

Erst danach wird entschieden, „welche weiteren Maßnahmen zu treffen sind“, sagt Kimberger.

Lehrer-Gewerkschafter Kimberger:
"Streik alleine ist es sicher nicht"

ÖSTERREICH: Was passiert jetzt konkret nach dem Okay des ÖGB?
Paul Kimberger: Es ist der Beschluss der uns ermöglicht gewerkschaftliche Maßnahmen vorzubereiten.

ÖSTERREICH: Und was wäre da möglich?
Paul Kimberger: Es gibt eine breite Palette von Maßnahmen der Gewerkschaft. Streik alleine ist es sicher nicht. Der wird jetzt bald auch noch nicht stattfinden – wenn überhaupt.

ÖSTERREICH: Am 5. Dezember gibt es aber die Dienststellenversammlungen?
Paul Kimberger: Ja, sie dauern etwa zwei Stunden, aber nicht in der Kern-Unterrichtszeit.

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erstellt am 21. November 2013, 23:45

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