Hotelkette Accor will Profitabilität steigern

Im Vorjahr 599 Mio. Euro Verlust - Kosten sollen heuer und nächstes Jahr um 100 Mio. Euro gedrückt werden.

Der verlustreiche Verkauf seiner nordamerikanischen Billigkette Motel 6 hat den größten europäischen Hotelkonzern Accor 2012 tief in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand wegen der Kosten und Abschreibungen für vorzeitig aufgelöste Leasingverträge ein Minus von 599 Mio. Euro, wie Accor am Mittwoch mitteilte. 2011 hatte das Unternehmen noch einen kleinen Gewinn von 27 Mio. Euro eingefahren.

Nun will Accor sparen: In diesem und im nächsten Jahr sollen die Kosten um je 100 Mio. Euro gedrückt werden. Seine Schulden konnte der Konzern 2012 bereits um 1,4 Mrd. Euro reduzieren.

Denn im eigentlichen Hotelgeschäft lief es 2012 dank höherer Zimmerpreise vergleichsweise gut. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 526 Mio. Euro knapp über dem Vorjahreswert. Der Umsatz legte ebenfalls leicht auf 5,6 Mrd. Euro zu. Bis 2016 will die Kette ihre Ebit-Marge von zuletzt gut 9 auf knapp 17 Prozent steigern. Dazu sollen insgesamt mehr als 100.000 neue Hotelzimmer hinzukommen, davon mehr als drei Viertel in Schwellenländern.

Aufwendig dürfte die Restrukturierung von 800 Hotels vor allem in Europa werden, die laut Management mit 2 Mrd. Euro auf den Umsatz durchschlagen könnte. Die Investitionen sollen insgesamt auf jährlich 300 bis 400 Mio. Euro zurückgeschraubt werden. So soll auch die Nettoverschuldung bis 2016 um 2 Mrd. Euro reduziert werden. Accor ist mit Hotelmarken wie Ibis, Mercure, Pullman, Etap, oder Sofitel in 92 Ländern vertreten. Der Konzern bietet 450.000 Zimmer in 3.500 Hotels an und beschäftigt rund 160.000 Mitarbeiter.

erstellt am 20. Februar 2013, 12:50

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