"Mozart ist ein totaler Musikdramatiker"

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Heute dirigiert Nikolaus Harnoncourt „Don Giovanni“ im Theater an der Wien.

Oper. „Mozart ist ein totaler Musikdramatiker“, sagt Harnoncourt. „Seine Opern sind der Gipfel der Musikdramatik. Bei ihm ist die Verbindung von Wort und Ton perfekt, die Musik schafft die Bewegungen des Körpers mit. Im Grunde hat Mozart nur Opern komponiert, auch seine Symphonien, Klavierkonzerte oder Violinsonaten sind dialogisch und haben ein dramatisches Geschehen.“

Verführer. Nach seinem grandiosen Figaro musiziert der größte Mozart-Dirigent unserer Zeit als zweiten Streich seines unvergleichlichen Mozart-Da-Ponte-Zyklus heute die berühmteste Oper, Don Giovanni. Als großer Verführer ist der 30-jährige Südtiroler Bariton Andrè Schuen zu erleben, der schon als Figaro brilliert hatte.

Harnoncourt: „Der unmoralische Don ist die Achse des Stückes, trotzdem hat er nicht einmal eine Arie. Seine Champagnerarie wird nur vom Orchester gespielt, der Sänger hat keine eigenen Töne zu singen. Das Stück ist außerdem so schnell, dass er nur durchhecheln kann, wirklich singen kann man das nicht in diesem Tempo.“

(eha)

erstellt am 16. März 2014, 23:30

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