Granate: 
War es die "Diesel-Mafia"?

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© TZ ÖSTERREICH

Die Granate stammte aus Ex-Jugoslawien, sie zerfetzte es in 3.000 Ministahlkugeln.

Nach dem Granatenanschlag in Wien-Ottakring mit zwei Toten vom vergangenen Samstag setzen die Ermittler alle Hebel in Bewegung. Spurensicherer nehmen mikroskopische Hinweise unter die Lupe und Wirtschaftsexperten durchleuchten die undurchsichtigen Speditionsfirmengeflechte der Opfer Zlatko N. (45) und Waldemar W. (57). Eine erste heiße Spur führt nach Ex-Jugoslawien: Die Granate stammt von dort. Die Schusswaffe, mit der SPÖ-Gemeinderat Zlatko N. erschossen wurde, ist nicht auffindbar.
Illegal und lukrativ. Indes meldete sich ein guter Bekannter der Opfer bei ÖSTERREICH.

Er will anonym bleiben: „Beide wollten immer das schnelle Geld und haben mit falschen Leuten falsche Geschäfte gemacht. Das hat etwas mit Diesel zu tun.“ Das Geschäft mit illegalem Billig-Sprit aus dem Osten ist lukrativ und boomt (siehe links). „Wenn man 20.000 Liter zu, sagen wir, 80 Cent pro Liter dort bekommt und dann um 50 Cent mehr bei uns verkauft, macht das 10.000 Euro Gewinn“, rechnete er vor und vermutet:

„Vielleicht hatten die beiden Schulden bei der Diesel-Mafia.“ Dafür würden auch die sichergestellten Kanister für eine etwaige Diesel-Probe im zerfetzten BMW sprechen. Doch Chefermittler Gerhard Haimeder sagte: „Die Kanister sind nicht relevant.“

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erstellt am 17. Jänner 2014, 23:40

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