Golan: Israel verärgert über Österreich

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Auch Schweden zeigte sich enttäuscht vom Abzug der Österreicher.

Israel ist laut einem Bericht verärgert wegen des Abzugs Österreichs von den Golanhöhen. Ein ungenannter, hochrangiger Offizieller sagte nach Angaben der britischen Zeitung "The Guardian" am Donnerstag: "Der einzige Grund, warum man überhaupt jemanden dorthaben will, ist wegen schwieriger Zeiten. Das erste Mal in 40 Jahren ist es nicht so einfach, und die Präsenz endet? Das sendet eine sehr problematische Botschaft an die israelische Öffentlichkeit".

Minister Klug auf der Golanhöhe BM Klug besucht UNDOF-Truppe
© APA/BUNDESHEER/GUNTER PUSCH
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Der Rückzug von der Mission UNDOF zeige das Problem solcher Einsätze. "Das heißt, dass wir, wenn wir in Zukunft eine Lösung mit den Palästinensern finden, keine UNO-Friedenstruppen akzeptieren werden - weil sie beim ersten Anzeichen von Ärger verschwinden", wurde der Offizielle zitiert.

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Auch Schweden zeigte sich enttäuscht von Österreich. Die Entscheidung zum Abzug sei "bedauerlich", twitterte der schwedische Außenminister Carl Bildt. Er habe jedoch vor einem Scheitern der Einigung auf ein EU-Waffenembargo gewarnt, schrieb Bildt am Rande der Bilderberg-Konferenz im britischen Watford.

Die EU-Staaten ließen Ende Mai ein Waffenembargo gegen Syrien auslaufen, nachdem Großbritannien und Frankreich darauf gedrängt hatten, um die Rebellen mit Waffen beliefern zu können. Österreich hatte hingegen gewarnt, weiteres Kriegsgerät in dem Konflikt gefährde die Blauhelme am Golan.

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erstellt am 07. Juni 2013, 06:27

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