Am Freitag legt Stronach Mandat zurück

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© APA/GEORG HOCHMUTH

Milliardär zieht sich nach nur 2 Sitzungen aus dem Parlament zurück.

Frank Stronach verbringt oft mehr Zeit im Flugzeug als an Land. Das ständige Hin- und Herjetten zwischen Kanada und Österreich ist er leid. Am Freitag will Frank Stronach verkünden, dass er sein Nationalratsmandat zurücklegt und stellt in einer Pressekonferenz gleich seinen bisherigen Pressesprecher Rouven Ertlschweiger als Nachfolgekandidaten vor. Unklar ist noch, ob er auch als Parteiobmann zurücktritt.

Erst zweimal bei Parlamentssitzung
Oft ließ sich Stronach ohnehin nicht im Hohen Haus blicken. Von bislang vier Sitzungen war er nur bei der Hälfte anwesend. Zum „Berufspolitiker“ wollte er nie werden. Dennoch kommt sein Rückzug früher als geplant. Eigentlich hatten Parteiinsider erst Anfang Februar damit gerechnet. Seine Vertraute Kathrin Nachbaur geht davon aus, dass er zumindest Parteichef bleiben wird. Auch ein anderes Team-Mitglied glaubt daran: „Der Nationalrat macht ihm sichtlich keinen Spaß. Aber er wird weiter bei der Partei reinpfuschen.“

In Umfragen liegt Stronach nur bei einem Prozent
Seit letztem Sommer – Stronach schockte mit seinem Sager, die Todesstrafe für „Berufskiller“ in Österreich einführen zu wollen – ging es mit der Partei steil bergab. Personalchaos, Abspaltungen, eine Sex-Affäre in der Kärntner Landesgruppe, Absturz in Umfragen. Aktuell liegt das Team Stronach nur mehr bei einem Prozent und würde damit den Einzug in den Nationalrat eindeutig nicht mehr schaffen. Ob die Partei ohne Stronach überhaupt überlebensfähig ist? „Ich vermute, dass Frank das Ganze als Konkursmasse ansieht. Er wird sein Geld holen und dann Tschüss sagen“, so ein Insider.

Für die EU-Wahl hat die Partei zwei Kandidaten in der engeren Auswahl, ein Antreten ist noch ungewiss. Ohne finanzielle Unterstützung wird es eng …

Sprachrohr nimmt Franks Platz ein

Bislang war er der Pressesprecher von Frank Stronach, jetzt zieht er als sein Nachfolger ins Parlament ein: Rouven Ertlschweiger. Der burgenländische Landesobmann war auf der Liste auf Platz acht gereiht. Nachdem Ex-Miss-World Ulla Weigerstorfer bereits für die zurückgetretene Monika Lindner ins Parlament einzog, kommt jetzt er zum Zug. Er darf sich über ein Abgeordnetengehalt von 8.440 Euro freuen. Schon nächste Woche Mittwoch wird er im Parlament angelobt – so der Plan. Er gibt sich gelassen im Vorfeld. „Ich bin nicht nervös“, sagt er im Gespräch mit ÖSTERREICH.

Der 36-jährige Pöttschinger war Journalist bei den Niederösterreichischen Nachrichten, bis Stronach ihn in sein Team holte. Seit September 2012 ist der studierte Kommunikationsmanager Sprecher von Frank Stronach.

(kali)

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erstellt am 20. Jänner 2014, 21:57

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