FC Wacker ist finanziell im Abseits

ABD0073_Vollbild(3).jpg
© APA/MARKUS LEODOLTER

Wacker in der Bredouille: 500.000 Euro Schulden häufte der Verein an. Stadt, Land und Sponsoren springen mit je 100.000 € ein.

 In der aktuellen Bundesliga-Saison dümpelt der FC Wacker Innsbruck im Tabellen-Keller herum. Und auch die Finanzen sind beim Tiroler Traditions-Verein im Keller – harte Zeiten stehen der Kicker-Truppe bevor: Im laufenden Geschäftsjahr wurden 500.000 Euro Schulden gemacht – ÖSTERREICH berichtete. Wacker schrie um Hilfe. Stadt, Land, Olympiaworld, Hypo und Tiwag antworteten und erklärten sich bereit, je 100.000 Euro der Wacker-Schulden zu tilgen. Am Dienstag traf sich dazu der Finanzausschuss der Stadt. Mit dabei: Stadtchefin Christine Oppitz-Plörer (FI), Sportlandesrat Thomas Pupp (SPÖ) und der Wacker-Präsident Kaspar Plattner.
 

Bedingungen.
Man einigte sich auf die Finanzspritze für den Kicker-Klub, knüpfte aber auch Grundbedingungen daran: Personelle Änderungen innerhalb des Vereins, die Ausgliederung der Profi-Mannschaft in eine GmbH, ein Aufsichtsrat mit Vertretern der Geldgeber, ein Fünf-Jahres-Plan und eine Neuausrichtung – so die Forderungen. Und der Verein muss künftig auch Kontrollberichte an die Sponsoren abgegeben.
 

Lizenz in Gefahr.
Diese Vereinbarung soll schnell abgesegnet werden, da nächste Woche die 100.000-Euro-Subvention der Stadt in einem Sondergemeinderat fixiert wird. Nicht nur das: Ohne die Rettungsgelder dürfte Wacker keine Lizenz für die nächste Bundesliga-Saison bekommen.

Eine erste Maßnahme wurde gleich am Mittwoch durchgeführt: Oliver Prudlo wurde als Sportlicher Leiter des Kicker-Vereins entlassen. Seine Verträge wären noch bis Saisonende gelaufen, doch „offenbar ist der Druck von außen auf den Verein zuletzt sehr groß geworden“, meinte der langjährige Innsbruck-Spieler. Zu frisch sind wohl die Erinnerungen an die Pleite und Auflösung des FC Tirol Innsbruck im Jahre 2002.

Button_video_ute.png

erstellt am 28. März 2013, 13:19

Postings 0 Kommentare ausblenden

Posten Sie Ihre Meinung

Mehr zum Thema