Duell um die Nitsch-Millionen

Hermann NITSCH
© TZ ÖSTERREICH/Reismann

Nach der Steuerrazzia beim Aktionsmaler Nitsch gibt es wilde Wortgefechte.

Die „Causa Nitsch“ spitzt sich jetzt zum Duell zwischen Rita Nitsch, der Ehefrau des weltberühmten Aktionsmalers, und dem Detektiv Dietmar Guggenbichler zu (siehe Interviews unten).

Wie berichtet, zeigte Guggenbichler das Künstlerehepaar wegen angeblichen Steuerbetrugs an. Er behauptet: Nachdem bei Nitsch im Vorjahr eingebrochen worden war, hätte der Maler 900.000 Euro weniger angegeben, als tatsächlich im Safe vorhanden waren. Der Vorwurf des Schnüfflers: „Bunkern von Schwarzgeld“. Im Interview mit ÖSTERREICH schwärzt Guggenbichler vor allem Rita Nitsch an: „Das ist alles auf ihrem Mist gewachsen. Sie nimmt ihren Mann aus wie eine Weihnachtsgans.“

»Es gab keine Millionen und Brillanten«
Replik. Entsprechend wütend ist die Replik der Künstlergattin, die schon seit Jahren die Geschäfte ihres Mannes führt: „Der Herr Guggenbichler ist ein Wahnsinniger!“ Rita Nitsch dementiert vehement, dass sie eine Million im Safe gebunkert hatte. „Es gab auch keine Brillanten.“

»Hermann Nitsch nimmt das sehr persönlich«
In der Klinik. Im Übrigen würde die Medienhetze ihrem kranken Mann stark zusetzen: „Er sagt, am Anfang seiner Karriere hat man ihn ins Gefängnis gesteckt. Und jetzt, an seinem Lebensabend, droht man ihm wieder mit Haft. Er nimmt das sehr persönlich.“

Nitsch: ›Er ist ein Wahnsinniger‹
ÖSTERREICH: Was sagen Sie zu den Behauptungen des Detektivs Dietmar Guggenbichler?
Rita Nitsch: Der Herr Guggenbichler ist ein Wahnsinniger!

ÖSTERREICH: Weshalb? Sie haben ihn ja zunächst selbst beauftragt, um nach dem Einbruch in Schloss Prinzendorf zu ermitteln …
Rita Nitsch: Er hat aber null geleistet, dafür Geld kassiert und uns schließlich auch noch angezeigt … Die Wirtschaftskammer ist entsetzt über seine Praktiken.

ÖSTERREICH: Er behauptet, Sie hätten eine Million Schwarzgeld gebunkert?
Rita Nitsch: Diese Million gibt es nicht!

ÖSTERREICH: Was sagt Ihr Mann dazu?
Rita Nitsch: Er hat sich seinen Lebensabend anders vorgestellt.

Detektiv: ›Im Safe waren 1,3 Mio.
ÖSTERREICH: Frau Nitsch sagt, Ssie erzählen Unwahrheiten?
Dietmar Guggenbichler: Unsinn, sie hat mich engagiert, sie wurde vertragsbrüchig, deshalb meine Anzeige. 36.000 .- Euro wurden an Honorar bezahlt, 13.000 schuldet sie mir noch. Sie bringt Nitsch-Bilder nach Italien, hat dort ein Konto und ein Anwesen gekauft. Sie nimmt ihren Mann doch aus wie eine Weihnachtsgans, er bekommt nur ein Taschengeld.

ÖSTERREICH: Sie behaupten, im Nitsch-Tresor, der ausgeraubt wurde, war mehr als eine Million Euro gebunkert.
Dietmar Guggenbichler: So hat sie es mir gegenüber gesagt, ich hab’ das auf Video. Sie sprach von 1,3  Millionen in bar und Schmuck um 100.000 Euro. Selbst das mit dem Einbruch kommt mir nicht koscher vor.

erstellt am 20. März 2014, 23:49

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