Drama in der Oper: Welser-Möst kollabierte

Franz Welser-Möst
© TZ Österreich/Kernmayer

Musikchef der Staatsoper kollabierte am Ostersonntag bei „Parsifal“.

Riesenpech für Parsifal an der Wiener Staatsoper, und das gleich im Doppelpack: Zuerst musste der großartige Wagner-Tenor Jonas Kaufmann seine Mitwirkung krankheitshalber absagen.

Und dann auch noch das: Franz Welser-Möst, Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, der Parsifal dirigierte, erlitt am Ostersonntag in der ersten Pause der Vorstellung einen Kreislaufkollaps.

Kollaps
Was war passiert? Welser-Möst hatte sich im ersten Akt von Parsifal durch eine weit ausholende Bewegung einen Hexenschuss zugezogen; in der ersten Pause wurden die Schmerzen derart intensiv, dass der Dirigent einen Kreislaufkollaps erlitt; Welser-Möst wurde umgehend ins AKH gebracht und dort notversorgt. Der Pultstar konnte allerdings noch in der Nacht das Spital verlassen und begibt sich nun in physiotherapeutische Behandlung.

Ersatz
In der Pause, die 60 Minuten dauerte, musste ein Ersatz für Welser-Möst gefunden werden (man konnte das Publikum ja nicht nach Hause schicken; die Karten kosteten bis zu 230 Euro). Folglich trat Staatsoperndirektor Dominique Meyer vor den Vorhang und unterrichtete das Publikum über den horriblen Zwischenfall. Glücklicherweise erklärte sich Solokorrepetitor James Pearson bereit, als Dirigent einzuspringen. Damit war die Fortsetzung gerettet. Pearson erhielt nach der Vorstellung Standing Ovations.

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erstellt am 01. April 2013, 23:38

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