Die Fakten zur dayli-Insolvenz

Die Fakten zur dayli-Insolvenz

1.340 Gläubiger

 

 



Über die Drogeriekette dayli wurde nun offiziell ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Wirksam wird dieses mit 00.00 Uhr des 5. Juli, gab das Landesgericht Linz am Donnerstag bekannt. Neben den 3.468 Beschäftigten seien rund 950 Vermieter und 1.340 weitere Gläubiger betroffen. Nach Angaben des Gerichts sind bereits 414 Dienstverhältnisse aufgelöst worden oder enden. Der Buchwert der Gesamtpassiva (inkl. Rückstellungen) beträgt laut Status per 30. Juni 56,37 Mio. Euro. Eine Berechnung auf Basis von Zerschlagungswerten ergebe eine Überschuldung von 49,58 Mio. Euro, heißt es.

 

Mitterlehner Insolvenzverwalter



   Zum Insolventverwalter wurde Rudolf Mitterlehner bestellt. Als seine Stellvertreter fungieren Erhard Hackl, Gerhard Rothner, Thomas Zeitler und Elisabeth Achatz-Kandut. Sie alle sind Rechtsanwälte in Linz. "Vorrangige Aufgabe der Insolvenzverwalter ist nun, die Möglichkeiten der Sanierung zu prüfen, die Gestaltung des Fortbetriebes bzw. die Suche nach Interessenten (allfällige Investoren) gemeinsam mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat vorzunehmen", schreibt das Gericht.

 

Forderungen bis 13. September



   Gläubiger können ihre Forderungen bis 13. September 2013 anmelden. Die allgemeine Prüfungstagsatzung und Berichtstagsatzung findet am 27. September 2013 um 10.00 Uhr am Landesgericht Linz statt. Die Abstimmungstagsatzung über den Sanierungsplan ist am 5. Dezember 2013 um 10.00 Uhr am Landesgericht Linz.

 

Quote von 25 Prozent



   Den Gläubigern wird eine Quote von 25 Prozent geboten, davon 5 Prozent binnen zwei Wochen ab Annahme des Sanierungsplans, jedoch nicht vor Rechtskraft seiner Bestätigung. Weitere 5 Prozent binnen 6 Monaten ab Annahme, weitere 5 Prozent binnen 12 Monaten und weitere 10 Prozent binnen 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans.

 

Niederlassungen in der EU



   Da dayli auch Niederlassungen in Belgien und Luxemburg sowie Tochtergesellschaften in Italien und Belgien hat, seien "zahlreiche Rechtsfragen nach der europäischen Insolvenzverordnung zu klären". In Norditalien besitzt die Gesellschaft ein Zentrallager mit einer Größe von ca. 82.000 m2.
 

erstellt am 04. Juli 2013, 14:11

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