"Cowboy" ist der Held von Boston

Carlos Arredondo
© AP

Der Costa Ricaner Carlos Arredondo brachte ein Opfer zum Rettungsauto.

Nachdem die Sprengsätze in Boston detoniert waren, dachte Carlos Arredondo nicht lange nach - er packte mit an. Auf zahlreichen Bildern in der US-Presse ist der langhaarige Mann mit dem Cowboy-Hut zu sehen, wie er gemeinsam mit einem Sanitäter ein blutverschmiertes Opfer zu einem Rettungswagen bringt.

Beide Beine verloren
Der junge Mann hatte bei der Explosion offenbar beide Beine verloren, wegen des beherzten Einsatzes von Arredondo überlebte er jedoch. "So viele haben mich um Hilfe gebeten, aber ich konnte nur einem helfen", sagt Arredondo in einem Video auf Youtube. "Ich habe die ganze Zeit mit ihm geredet. Ich habe gesagt: 'Bleib bei mir. Bleib bei mir'", zitierte die Onlineausgabe des "Portland Press Herald" den Helfer.

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Die US-Presse feiert den Einwanderer aus Costa Rica nun als Held. Er sei einer dieser Menschen, die "Amerika Hoffnung geben", schrieb die Zeitung "The Independent" am Dienstag in ihrer Onlineausgabe.

"Instinkt"
"Es war mein Instinkt, rüber zu rennen und die Leute in die Notaufnahme zu bringen", zitierte "The Independent" Arredondo. "Es war mein Instinkt zu helfen. Lasst uns für die Verletzten beten."



Der 52-Jährige feuerte gemeinsam mit einem Freund Läufer an, die in Gedenken an gefallene Soldaten an dem Marathon teilnahmen. Arredondos Sohn war 2004 im Irak getötet worden, seitdem engagierte er sich Medienberichten zufolge in der Friedensbewegung.

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erstellt am 16. April 2013, 17:57

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