Conchita: Bewegende Rede bei TEDx

Conchita Wurst und Vivienne Westwood
© ORF/Thomas Ramstorfer; Getty Images

Neben Vivienne Westwood regte auch Conchita Wurst zum Nachdenken an.

Die TEDxAmRing-Veranstaltung lieferte einen großartigen und vor allem zum Nachdenken anregenden Auftakt zu den vielen Events rund um den Life Ball 2014. Unter den großartigen Gastredner befand sich auch Songcontest-Siegerin Conchita Wurst, die einen bewegenden Beitrag zum Thema "The Unstoppable Future of Love, Respect und Tolerance" lieferte - eine Problematik, die sie schon ihr Leben lang begleitet und ihr deshalb besonders am Herzen liegt.

Schlüssel zum Glück
Ganz souverän, als hätte sie in ihrem Leben nie etwas anderes gemacht, als Reden zu halten, betrat die 25-Jährige die Bühne in der Hofburg. Auf eine (zugegeben oftmals problemanfällige) Power Point Präsentation zu ihrem Vortrag wollte Conchita allerdings verzichten - sie betrachtet sich als "old-fashioned", erklärt die Sängerin und warnt das Publikum, dass sie manchmal dazu neigt, ein bisschen kitschig zu werden. Ihr Englisch ist - wie immer - völlig makellos.

Conchita Wurst bringt gleich das wichtigste Thema des Life Balls zur Sprache: AIDS, und thematisiert die Tendenz der Leute, jemanden, der an Krebs stirbt, als Opfer, aber jemanden, der an AIDS stirbt, als "selbst schuld" abzustempeln. Es sei wichtig, HIV und AIDS von diesem Stigma zu befreien und erklärt auch gleich den Schlüssel zum Glück, den sie natürlich schon längst gefunden hat: man muss sich so akzeptieren, wie man ist.

Genau diese Themen werden auch in dem Brief angesprochen, den sie vorliest. Erst gegen Ende wird klar, dass der Absender des Briefes Elton John ist. "Respect the bad and love the good", mit diesen Worten beendet Conchita ihre bewegende Rede.

Machen statt reden
Auch Designerin Vivienne Westwood lieferte einen anregenden Beitrag dazu, wie man für eine Verbesserung der Welt arbeiten kann. Ihr Thema ist "Who are the Rulers - and what can we do?". Die Antwort auf die erste Frage ist in ihren Augen ganz einfach: es sind die privaten Banken, die heutzutage an der Macht sind. Sie drucken Geld und machen Schulden, die niemals zurückzuzahlen sind - und die Steuerzahler werden zur Kasse gebeten.

Doch was können wir gegen die Macht der Banken tun? Wir müssen uns dafür einsetzen, das Finanzsystem zu ändern. Und zwar nicht einfach nur dadurch, dass wir darüber sprechen, sondern es kommt darauf an, auch etwas zu tun.

erstellt am 30. Mai 2014, 18:06

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