Buben (8, 10) auf 712.000 Euro geklagt

inferno
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Zwei zündelnde Buben lösten ein Inferno aus – jetzt werden sie auf 712.000 Euro geklagt.

Ein wunderschönes Bauernhaus war in Kössen gerade frisch renoviert, als es im Oktober 2011 binnen Stunden durch ein Feuer-Inferno komplett zerstört wurde. Die Ursache: Zwei vorbeiradelnde Buben (damals 8 und 10) hatten mit einem Feuerzeug gezündelt, wollten ausprobieren, wie Stroh brennt. Mit verheerenden Folgen.

Seitdem ist vor Ort nichts mehr so, wie es einmal war. Traumatisierte Familien blieben zurück. Die Opfer, die bis heute nicht über den Verlust hinweggekommen sind, die Eltern der beiden Kinder. Die Familie des Jüngeren wurde im Ort geächtet. „Uns blieb nur noch zu übersiedeln und neu zu beginnen“, sagt der Vater.

Die Tragödie ist jetzt wieder aktuell wie nie, beschäftigt das Landesgericht in Innsbruck. Die beiden Buben wurden durch eine Versicherung, die den Schaden von 850.000 Euro reguliert hatte, geklagt. 712.000 sollen die zündelnden Knirpse als Wiedergutmachung leisten.

Sie stehen vor Gericht, weil sie über die Eltern in einer Haftpflichtversicherung mitversichert sind. Doch zunächst will das Gericht klären, welcher der beiden das Feuer gelegt hat. Prozess vertagt.

erstellt am 27. März 2014, 23:02

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