Aufsichtsrat soll morgen neuen Technikchef küren

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© FOLTIN Jindrich / WB

Telekom-Profi Ottendorfer gilt als Fixstarter.

Bei der teilstaatlichen Telekom Austria steht am morgigen Donnerstagnachmittag ein außerordentlicher Aufsichtsrat an. Einziger Tagungsordnungspunkt ist die Wahl eine dritten Vorstands, er soll die Technikagenden übernehmen. Aus informierten Kreisen wurde der APA bestätigt, dass es - wie von der "Presse" vorab berichtet - der 44-jährige Österreicher Günther Ottendorfer werden soll. Der Eigentümervertreter ÖIAG wollte die Personalia im Vorfeld des Aufsichtsratssitzung nicht kommentieren.

Bei Ottendorfer soll es sich um einen Telekommunikations-"Kapazunder" handeln, der sowohl bei konvergenten Produkten - die von der Telekom forcierte Marketingstrategie zum Verkauf von Festnetz, Mobilfunk, Internet und TV in einem Paket - als auch bei der nächsten Mobilfunkgeneration LTE ein Experte sein soll. Er hatte beim Aufbau eines LTE-Netzes in Australien Erfahrung sammeln können, heißt es aus Kreisen.

Die Einsetzung eines dritten Vorstands geht auf eine Initiative von ÖIAG-Chef und Aufsichtsratsvorsitzendem Rudolf Kemler zurück. Er hatte klargemacht, dass er keine politische Besetzung wünsche, sondern einen Vorstand mit internationaler Erfahrung.

Ottendorfer absolvierte die Technische Universität Wien und startete seine Karriere bei Siemens. 1996 wechselte er zum Mobilfunker max.mobil (jetzt T-Mobile), wo er zuletzt auch Technik-Chef war, bevor er 2007 diese Position bei T-Mobile Deutschland übernahm. 2011 kam der große Sprung nach Übersee zum australischen Kommunikationsunternehmen Optus Networks.

Der künftige Vorstand der Telekom Austria, an der der Staat noch 28 Prozent hält, besteht somit künftig aus Generaldirektor Hannes Ametsreiter, Finanzvorstand Johann Tschuden und eben Ottendorfer.

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erstellt am 03. April 2013, 14:59

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