Anstieg des privaten Konsums in Deutschland

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Deutsche gehen dank gefühlter Jobsicherheit von Einkommenszuwachs aus - Wachstum im Handel dürfte sich abschwächen.

Die deutschen Verbraucher werden nach Einschätzung der GfK auch im laufenden Jahr eine wichtige Stütze der Wirtschaft sein. Die Ausgaben der privaten Haushalte dürften 2013 real um 1,0 Prozent steigen, prognostizierte der Markforscher am Dienstag in Nürnberg. "Damit liefern die Verbraucher in Deutschland erneut einen stabilen Beitrag zur Binnenkonjunktur", sagte GfK-Chef Matthias Hartmann laut Redetext. Im vergangenen Jahr hatte der private Konsum nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts um 0,8 Prozent zugelegt.

"Beflügelt durch die positive Lage am Arbeitsmarkt gehen die Deutschen davon aus, dass ihre Einkommen in nächster Zeit steigen werden", erklärte die GfK. Die gefühlte Jobsicherheit gebe den Verbrauchern auch ausreichend Planungssicherheit für größere Anschaffungen. Gleichzeitig verleite die europäische Schuldenkrise die Konsumenten zum Geldausgeben: "Angesichts niedriger Zinsen und Befürchtungen um die Zukunft des Euro liegen bei den Verbrauchern werthaltige Anschaffungen im Trend", beobachteten die Marktforscher.

Während jedoch Ausgaben für Immobilien und Renovierungen boomen, rechnet die GfK im Handel mit einer Abschwächung des Wachstums. Die Lebensmittelhändler und Drogeriemärkte dürften demzufolge im laufenden Jahr einen Umsatzanstieg von nominal 1,5 Prozent verbuchen. Im vergangenen Jahr waren es 2,2 Prozent. Der Nonfood-Handel mit Textilien, Elektroartikeln, Möbeln und Heimwerkerbedarf dürfte 2013 um 0,7 Prozent zulegen nach einem Prozent im vergangenen Jahr. Insgesamt erwartet die GfK ein Wachstum des deutschen Handels um 1,1 Prozent.

erstellt am 19. Februar 2013, 13:21

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