Aixtron-Chef Hyland geht

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Leuchtdioden-Maschinensektor sitzt auf Überkapazitäten

Das Personalkarussell beim angeschlagenen deutschen Spezialmaschinenbauer Aixtron dreht sich weiter: Der bisherige Vorstandschef Paul Hyland verlasse das Unternehmen zum 28. Februar aus "persönlichen Gründen" und in "gegenseitigen Einvernehmen", teilte Aixtron am Montag mit. Nachfolger soll Martin Goetzeler werden, der bis vor knapp zwei Jahren Chef der Siemens-Lichttochter Osram war. Hyland stand seit 2002 an der Spitze des Vorstands. Der Vertrag des 1953 geborenen Managers lief ursprünglich noch bis zum Jahr 2015.

Erst Ende Jänner waren bei der lange Jahre vom Erfolg verwöhnten Aixtron zwei Aufsichtsräte gegangen. Die Aachener leiden unter der flauen Nachfrage für ihre Anlagen zur Produktion von Leuchtdioden (LED). Für das vergangene Jahr erwartet Aixtron einen Umsatzeinbruch auf circa 220 Millionen Euro (VJ 611 Mio. Euro) und rechnet mit einem operativen Verlust von circa 125 Millionen Euro (112,9). Am 28. Februar will der Vorstand die Bilanz für das vergangene Jahr vorlegen.

Bis zum Herbst 2011 hatte Aixtron Jahre stürmischen Wachstums mit teils zweistelligen Zuwachsraten erlebt. Befeuert wurde der damalige Boom des Unternehmens vor allem von der starken Nachfrage aus Asien und hier vor allem in China. Dort hatte der Staat den Ausbau der LED-Fertigung stark subventioniert, war dann aber auf die Verkaufsförderung der LED-Lampen umgeschwenkt.

Nun sitzt der Markt auf Überkapazitäten, die auf die Preise für LEDs drücken und damit Investitionen in neue Maschinen weniger attraktiv machen. Die Branche wartet auf den Durchbruch der LED für den Beleuchtungs-Massenmarkt, nachdem sie ihren Siegeszug etwa bei Displays in der Industrie und mobilen Geräten längst erlebt hat.

erstellt am 18. Februar 2013, 19:02

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