Ärzte sollen für Hausbesuche Taxi oder Rad nehme

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Die praktischen Ärzte gehen jetzt auf die Barrikaden: „Zu viele Strafzettel kassiert!“

Immer mehr Hausärzte klagen, dass sie ihre Autos nicht bei ihren Ordinationen in Parkpickerlbezirken stehen lassen können. „Wir kriegen ständig Strafzettel, dabei müssen wir das Auto in der Nähe haben, um die Hausbesuche erledigen zu können oder bei Notfällen sofort loszudüsen“, berichtet Dr. Eva Raunig. Das „Arzt im Dienst“-Schild dürfe nur bei Einsätzen, nicht aber fürs Parken bei der Ordination verwendet werden. Steht ein Auto mit „Arzt im Dienst“ länger als zwei Stunden, gibt’s einen Strafzettel.

Zweierlei Maß
„Installateure oder Elektriker bekommen ohne Probleme ein Parkpickerl für ihre Firmenfahrzeuge, Hebammen kriegen überhaupt für alle Parkpickerlbezirke eine Ausnahmebewilligung“, klagt Raunig die Ungleichbehandlung für Ärzte an.

Radfahren
Als sie ihren Parkpickerl-Antrag stellte, beschied man ihr, sie solle mit den Öffis fahren oder mit dem Rad. „Für die Hausbesuche benötige ich meinen Visitenkoffer, eine Visitentasche und meine Handtasche – die wiegen zusammen 20 Kilogramm“, schüttelt die Ärztin den Kopf über den Vorschlag aus dem Magistrat.

Taxi fahren. Sie ging in Berufung. Doch in der darauf erfolgten Beantwortung wurde ihr nun erklärt, sie solle doch für die Visiten jedes Mal ein Taxi nehmen. Die Krankenkasse zahlt für einen Hausbesuch 37 Euro brutto.

erstellt am 24. Februar 2014, 08:02

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