Wann geht das Trainersterben los?

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Bei drei Trainern läuft die Uhr langsam, aber sicher, ab.

Noch elf Runden sind in der Bundesliga zu spielen. Während vorne die Entscheidung um den Meistertitel gefallen sein dürfte, geht es am Tabellenende eng zu, wie schon lange nicht mehr. Und, obwohl nicht in den Abstiegskampf involviert, bei der Austria ist sowieso seit Wochen Feuer am Dach. Wer sind die drei Trainer, die derzeit um ihre Jobs bangen müssen?

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Michael Baur mit dem SV Grödig
Seit der Winterpause steht das ehemalige Sensationsteam völlig neben sich. Mit dem Abgang von Goalgetter Yordy Reyna ging das letzte Quäntchen Offensivkraft verloren, dazu kam noch das Theater rund um die Unbespielbarkeit des Heimstadions. Keine leichte Situation für Trainer Michael Baur, der mit seinem Team nur mehr zwei Punkte vor dem Tabellenende liegt.

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Zwar haben die Grödiger noch ein Nachtragsspiel zu absolvieren, in der derzeitigen Verfassung ist da gegen den WAC aber auch nicht mit einem Sieg zu rechnen. Fraglich, wie lange sich die Grödig-Verantwortlichen das nach sechs Niederlagen in Folge noch anschauen. Der Coach würde eine Entlassung aber nicht verstehen: „Das Trainerteam macht einen guten Job“.

+++ Spielbericht: Grödig geht bei Rapid unter +++

Gerald Baumgartner mit der Austria
Der Einzige im gefährdeten Trio, der sich keine Sorgen um den Abstieg machen muss. Allerdings sind die Ansprüche bei der Austria um einiges höher, als nur den Klassenerhalt zu schaffen. In Favoriten ist die Quali für einen Europacup-Bewerb eigentlich Pflicht. Davon ist der ehemalige Meister derzeit aber weit entfernt. Die Verteilerkreis-Veilchen liegen nach 25 Runden nur am enttäuschenden sechsten Platz. Den Schwung vom hart erkämpften Derby-Sieg gegen Rapid konnte man gegen die Admira nicht mitnehmen. In der Südstadt gab es am letzten Wochenende nur ein enttäuschendes 1:1.

+++ Spielbericht: Austria nur 1:1 gegen Admira +++

Der Trainer wirkt – wie seit Wochen – ratlos. „Mehr ist für uns derzeit nicht drinnen“, war seine Analyse des Remis bei der Admira. Sportdirektor Franz Wohlfahrt stärkt seinem Trainer aber – noch – den Rücken: „Der Trainer hat einen gültigen Vertrag und der wird erfüllt. Ich werde nicht alles, was direkt nach einem Spiel gesagt wird, auf die Waagschale legen.“

Walter Knaller mit der Admira
Womit wir auch schon beim dritten Entlassungs-Kandidaten wären. Die Admira ziert nach einem druchwachsenen Start in die Frühjahrssaison und „dank“ eines Turbostarts des ehemaligen Schlusslichts Wr. Neustadt plötzlich das Tabellenende. Die Admira ist ja grundsätzlich in einer kuriosen Situation: Walter Knaller ist ja eigentlich nur Cheftrainer, weil Einser-Kandidat Oliver Lederer wegen einer fehlenden Lizenz nicht darf. Knaller ließ sich in der vorigen Saison nur deswegen breitschlagen, seinen Job als Leiter der Admira-Akademie aufzugeben.

Macht es für die Admira also überhaupt Sinn, den Trainer überhaupt zu feuern? Wo wären die Alternativen? Man könnte Knaller dann zwar u.U. wieder zur Akademie zurückschicken, müsste aber Wunschtrainer Lederer erst recht wieder einen anderen Trainer vor die Nase setzen, bis Lederer endlich die fehlende Trainerlizenz nachgeholt hat. Und: finanziell wäre ein solches Szenario für die Admira wohl auch ein eher abschreckendes Abenteuer. Andererseits: Wann hat im Abstiegskampf – egal in welchem Land – schon die Vernunft regiert?

Die nächsten Tage und Wochen werden zweigen, welchen Trainer es zuerst erwischt. Dass alle drei Kandidaten bis zum Saisonende ihren Job behalten, ist eher unwahrscheinlich.

(Christian Schleifer) erstellt am 16. März 2015, 10:01

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