Rapid fertigt Wr. Neustadt glatt ab

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© GEPA

Hütteldorfer besiegen Maierhofer-Team 3:0. Auch Altach und Sturm siegen.

SK Rapid Wien - SC Wiener Neustadt 3:0 (1:0)
Wien, Ernst-Happel-Stadion, 12.300 (richtig), SR Ouschan
Tore: Kainz (13.), Beric (72., 78.)

Der SK Rapid hat am Samstagabend seinen Negativlauf in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Nach drei Niederlagen in Serie fuhren die Wiener gegen Tabellenschlusslicht Wr. Neustadt einen ungefährdeten 3:0 (1:0)-Heimsieg ein und verbesserten sich auf Platz vier. Die Treffer vor 12.300 Zuschauern im Wiener Ernst-Happel-Stadion erzielten Florian Kainz (13.) und Robert Beric (72., 78.).

Ergebnisse und Tabelle

Wr. Neustadt musste mehr als eine Spielhälfte lang in Unterzahl auskommen, denn Daniel Schöpf sah nach einem Foul von hinten und ohne Ball gegen Steffen Hofmann die Rote Karte (43.). Damit erlebte Wr. Neustadts neuer Cheftrainer Helgi Kolvidsson ein verpatztes Debüt im österreichischen Oberhaus. Der Rückstand auf den Vorletzten Admira beträgt weiter drei Punkte.

Guter Start ebnet Rapid den Weg
Rapid erwischte einen guten Start und tankte mit dem frühen 1:0 frisches Selbstvertrauen. Nach perfektem Pass von Kapitän Steffen Hofmann rollte Kainz den Ball präzise zum 1:0 ins rechte Eck (13.). Zwei Schüsse von Schaub (jeweils 14.) und ein eher seltener Hofmann-Kopfball (27.) bedeuteten weitere Gefahr für Gäste-Tormann Thomas Vollnhofer.

Wiener Neustadt tauchte nur selten im Rapid-Strafraum auf, bei der ersten und einzigen Chance der Niederösterreicher vor der Pause rettete Novota gegen Osman Ali (24.). Nach dem Ausschluss von Schöpf, der nahe der Mittellinie Hofmann ohne Chance auf den Ball zu Fall brachte, schien Rapid endgültig einem ungefährdeten Sieg entgegenzusteuern.

Entscheidung ließ auf sich warten
Bis zur Entscheidung musste sich Rapid-Coach Zoran Barisic aber bis zur 72. Minute gedulden. Nach Flanke von Kainz von der linken Seite vollendete Beric aus kurzer Distanz volley unter die Latte (72.). Sechs Minuten später machte Beric seinen Doppelpack perfekt, der Slowene traf aus fünf Metern mit der Ferse zum 3:0 (78.).

Der Empfang von Stefan Maierhofer in der Interims-Heimstätte seines Ex-Clubs Rapid fiel unspektakulär aus. Erstmals in Erscheinung trat Rapids ehemaliger Meisterstürmer erst in Minute 41 mit einem Tackling gegen Rapid-Goalie Jan Novota, für das er Gelb sah.

Ein Auftritt wie jener vor einer Woche bei seinem Debüt inklusive Ferserl-Tor war Maierhofer diesmal verwehrt, der 2,02 Meter große Stürmer blieb ohne Tor-Schuss und -Chance und wurde nach knapp 70 Minuten ausgewechselt und mit einem Pfeifkonzert verabschiedet.

Für Rapid war es das letzte Heimspiel des Jahres 2014, es warten noch die Auswärtsspiele gegen das Top-Duo Wolfsberger AC und Salzburg.

Rapid: Novota - Schrammel, Sonnleitner, M. Hofmann, Stangl - Petsos, Schwab (79. Wydra) - Schaub, S. Hofmann (46. Alar), F. Kainz (86. Schobesberger) - Beric

Wr. Neustadt: Vollnhofer - Pollhammer , Mimm , Sereinig, Denner - Osman Ali (81. Ranftl), Freitag, O'Brien, Schöpf - Rauter (65. Tieber) - Maierhofer (70. Maderner)

Rote Karte: Schöpf (43./Foul)

Gelbe Karten: S. Hofmann, Beric bzw. Maierhofer, Osman Ali, Freitag

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SCR Altach - SV Grödig 3:1 (2:1)
Altach, Cashpoint Arena, 4.351, SR Drachta
Tore: Ngwat-Mahop (20., 35.), Seeger (82.); bzw. Schütz (6.)

Der SCR Altach hat am Samstag den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga gewahrt. Die Vorarlberger ließen sich im Heimspiel gegen SV Grödig von einem frühen Rückstand nicht beirren und feierten einen 3:1 (2:1)-Sieg. Louis Ngwat-Mahop war mit zwei Treffern (20., 35.) der Matchwinner, den Endstand fixierte Patrick Seeger (82.).

Ergebnisse und Tabelle

Am vergangenen Wochenende hatte Ried die Altacher Serie von neun Spielen ohne Niederlage beendet, den unglücklichen Rückschlag hat die Elf von Damir Canadi aber weggesteckt. Allerdings hatten die Altacher zunächst bange 20 Minuten zu überstehen, in denen Grödig groß aufspielte.

Frühe Grödig-Führung zu wenig
Altach-Trainer Canadi hatte vor dem schnellen Umschaltspiel der Grödiger noch gewarnt, nicht zu Unrecht. Denn Daniel Schütz brachte die Gäste nach einem Konter und Pass von Yordy Reyna rasch in Führung (6.). Altach hatte auch danach große Probleme mit schnellen Vorstößen, Philipp Huspek (10.) und Reyna (11.) vergaben allerdings Riesenchancen auf eine höhere Führung.

Altach dreht die Partie
Mit dem ersten Altacher Torschuss drehte sich aber das Spiel. Nach Traumpass von Kapitän Philipp Netzer aus der Tiefe erzielte Ngwat-Mahop den Ausgleich (20.), in Folge übernahmen die Heimischen das Kommando und ließen bis zum Schluss keine Grödiger Chancen mehr zu. In der 35. Minute war Ngwat-Mahop bei einem Stanglpass von Andreas Lienhart wieder zur Stelle und traf zur Führung. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte der Kameruner sogar den Hattrick auf dem Fuß, verzog aber seinen Schuss.

Auch nach dem Wechsel hatte Altach alles im Griff und kam nie in Gefahr, Punkte zu verlieren. Durch Ngwat-Mahop (61.), Hannes Aigner (69.) und Lienhart mit einem Freistoß an die Latte (77.) hätten die Heimischen das Spiel schon vorzeitig entscheiden können. Das besorgte schließlich der unmittelbar davor eingewechselte Seeger (82.).

Altach: Kobras - Lienhart, Ortiz (33. Pöllhuber), Zwischenbrugger, Gercaliu - Roth, Prokopic, Netzer, Luxbacher (65. Kovacec) - Ngwat-Mahop (81. Seeger), Aigner

Grödig: C. Stankovic - Potzmann, Cabrera, Karner, Martschinko - Maak (89. Gschweidl), Völkl (62. Djuric)- Huspek, Nutz, Schütz (72. Goiginger) - Reyna

Gelbe Karten: Ortiz bzw. Schütz, Völkl, Nutz, Karner

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FC Admira Wacker Mödling - SK Sturm Graz 0:2 (0:2)
Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 2.519, SR Muckenhammer
Tore: Djuricin (25.), Piesinger (37.)

Sturm Graz bleibt in der Fußball-Bundesliga auf dem Vormarsch. Die auswärts weiter überzeugenden Steirer setzten sich am Samstag bei Nachzügler Admira hochverdient mit 2:0 (2:0) durch. Sturm feierte im siebenten Spiel unter Trainer Franco Foda somit den vierten Erfolg. In der Tabelle verlor man zwar Rang vier an Rapid, verkürzte den Rückstand auf den Zweiten WAC aber auf drei Zähler.

Ergebnisse und Tabelle

Marco Djuricin mit seinem zehnten Saisontor (25.) und Simon Piesinger (37.) trafen bereits in der ersten Spielhälfte für die Gäste. Die Admira agierte nach einer Roten Karte für Rene Schicker ab der 14. Minute personell dezimiert. Die Südstädter warten schon neun Runden auf ein Erfolgserlebnis und haben in dieser Phase nur zwei Treffer erzielt. Zumindest blieb der Vorsprung auf den Letzten Wiener Neustadt mit drei Zählern konstant.

Beflügelt durch den klaren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen sorgte Sturm vor 2.519 Zuschauern in Maria Enzersdorf von Beginn weg für klare Verhältnisse. Die Grazer setzten sich vehement in der gegnerischen Spielhälfte fest, die ohne ihren gesperrten Abwehrchef Richard Windbichler angetretene Admira schaffte kaum Entlastung. Die klare Feldüberlegenheit der Gäste schlug sich schnell in Chancen wieder.

Marko Stankovic traf nach Djuricin-Vorarbeit per Kopf die Latte (12.). Djuricin selbst scheiterte eine Minute später nach Pass des für den kranken Daniel Beichler erstmals von Beginn an eingesetzten Andreas Gruber an der Fußspitze von Admira-Torhüter Jörg Siebenhandl (13.). Nach nicht einmal einer Viertelstunde schwächte sich die Admira zum wiederholten Mal in dieser Saison auch noch selbst.

Der etwas überraschend von Beginn an spielende Schicker sah nach einer völlig unnötigen wie brutalen Attacke von hinten an Anel Hadzic die Rote Karte. Sturms Mittelfeldmann erlitt dabei offenbar eine Knöchelverletzung und musste einige Minuten später für Piesinger vorzeitig vom Feld.

Djuricin vergab per Kopf den nächsten "Sitzer" (24.), ehe der 21-Jährige die überfällige Führung besorgt. Vom Ex-Admiraner Thorsten Schick eingesetzt, profitierte der Angreifer auch von einem Missverständnis zwischen Siebenhandl und dessen Vordermann Christoph Schößwendter. Sturm legte zur Freude von Foda nach: Piesinger schraubte sich nach einem Schick-Eckball zum 2:0 erfolgreich hoch.

Die vor der Pause offensiv völlig abgemeldete Admira tauchte in der 48. Minute zum ersten und schlussendlich auch letzten Mal gefährlich vor dem Sturm-Gehäuse auf. Der unterbeschäftigte Christian Gratzei hatte beim Versuch von Lukas Thürauer aber keine Probleme.

Sturm schaltete merklich einen Gang zurück, hätte das Torkonto aber trotzdem weiter erhöhen müssen. So traf Gruber aus wenigen Metern das Tor nicht (62.), Djuricin agierte alleine vor Siebenhandl zu lässig (64.). Die Steirer beendeten nach sieben erfolglosen Versuchen gegen die Admira damit eine Negativserie gegen die Niederösterreicher. Auswärts ist Sturm weiter seit Juli ungeschlagen, seit fünf Partien in fremden Stadien kassierte man keinen Gegentreffer mehr.

Admira: Siebenhandl - Auer, Schößwendter, Katzer, T. Weber - Ebner - Bajrami, Thürauer, Egho (68. Löffler) - R. Schicker, B. Sulimani (46. Ouedraogo)

Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Madl, Spendlhofer, Klem - Hadzic (20. Piesinger), Offenbacher - Schick, M. Stankovic, Gruber (75. Schloffer) - Djuricin (82. Tadic)

Rote Karte: Schicker (14./Foulspiel)

Gelbe Karten: Spendlhofer, Stankovic

erstellt am 29. November 2014, 20:20

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