Doppelleben vor Amok-Mord

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© Christian Bruna

Warum musste Gloria P. sterben? Nur, weil sie ihren Liebhaber abserviert hatte?

So viel fand ÖSTERREICH heraus: Promiwirt Malek H. und die rassige Südamerikanerin mit italienischem Pass lernten sich 2010 bei der Eröffnung eines Lokals des gebürtigen Libanesen in der Wiener City kennen – und offenbar auch lieben. Der grau melierte verheiratete Vater von drei Söhnen und einer Tochter und die selbstbewusste Kellnerin sollen bis zuletzt eine On-Off-Beziehung geführt haben – und das laut Freunden des Gastronomen nicht einmal allzu geheim. Er nahm sie anstelle seiner Gattin sogar zu Messen mit und dürfte sie finanziell unterstützt haben.

Lover wurde zu einem ­»uninteressanten Mann«
Doch irgendetwas Gravierendes muss in den vergangenen Wochen zwischen den beiden vorgefallen sein, sodass sich die ursprüngliche Liebe des 57-jährigen Beaus in blinde Wut verwandelte.

Schon vor zwei Wochen soll Malek H. das Auto von Gloria P. zerkratzt und die Spiegel heruntergerissen haben, berichten Nachbarn der 32-Jährigen. Die sportliche, belesene und als Kontaktperson für Exilvenezolaner politisch aktive Gloria P. (mittlerweile nicht mehr Kellnerin, sondern Sales Managerin in der Duty-free-Zone am Flughafen) war darüber geschockt und nannte gegenüber Nachbarn ihren Ex-Lover einen „uninte­ressanten Mann“.

Überlebenschancen für Schützen sehr gering
Der mit diesen abfälligen Worten bedachte Wirt lief darob regelrecht Amok – passte die junge Frau am Mittwochabend im Stiegenhaus vor ihrer Wohnung in der Erzherzog-Karl-Straße ab. Er feuerte viermal aus seiner Beretta auf sie. Der fünfte Schuss ging in eine Glastür. Die letzte Kugel jagte sich der mutmaßliche Täter (für den die Unschuldsvermutung gilt) selbst in den Kopf. Die Chancen, dass der Schütze überlebt, sind gering. Zum Motiv merken seine Freunde an, dass mehr vorgefallen sein muss, als dass sie einfach nur Schluss gemacht hat.

TV-Legende Peter Rapp: "Der hat dauernd Promis in sein Lokal eingeladen"

ÖSTERREICH: Herr Rapp, bei welcher Gelegenheit ist das Foto entstanden, auf dem Sie gemeinsam mit einem mutmaßlichen Mörder zu sehen sind?
Peter Rapp: Es war im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Im Lokal des Wirts wurde eine Pressekonferenz anlässlich eines geplanten Tourneeauftakts veranstaltet.

ÖSTERREICH: Kannten Sie ihn vorher schon?
RAPP: Nein, aber eine Bekannte war mit ihm befreundet. So sind wir auch mit der Pressekonferenz in seinem Lokal gelandet.

ÖSTERREICH: Haben Sie ihn bei dieser Gelegenheit näher kennengelernt?
RAPP: Nein, wir haben vielleicht ein paar Worte gewechselt, das war es aber auch schon.

ÖSTERREICH: Was hatten Sie für einen Eindruck von ihm, oder was haben sie über ihn gehört?
RAPP: Ich glaube, er ist ein Gastronom, der versucht hat, sich als Szenewirt zu etablieren. Angeblich hat er dauernd sogenannte Prominente in sein Lokal eingeladen. Er wollte in der Stadt wohl bekannter werden. Jetzt ist es für mich kaum zu glauben, dass ich mich neben ihm präsentiert habe.

(kor, kuc)

erstellt am 28. Februar 2014, 23:42

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