Kurz: 17 Ukraine-Konten gesperrt

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© Reuters

Außenminister Kurz sperrt die Konten von 17 ukrainischen Politikern und Oligarchen.

Der Clan von Viktor Janukowitsch ist auf der Flucht – und die Geldquellen werden immer dünner. Denn nach der Macht verliert Viktor Janukowitsch jetzt auch sein zusammengerafftes Vermögen in Österreich.

VP-Außenminister Sebastian Kurz sperrte verdächtige Konten des gestürzten Präsidenten und 17 seiner Gefolgsleute.

Auf der geheimen Liste finden sich prominente Namen aus der ehemaligen Machtelite – darunter Janukowitschs Sohn Oleksander (er wohnt in einer Villa in Wien-Pötzleinsdorf), Ex-Premier Mykola Asarow (er soll für die Gewalt in der Ukraine verantwortlich sein) und die schwerreichen Oli­garchen-Brüder Klujew.

Milliarden auf Austro-
Konten geparkt
In Österreich liegen Vermögen ukrainischer Politiker und Oligarchen von bis zu 1,6 Mrd. Euro. Janukowitsch soll über mehrere Strohfirmen Gelder in Österreich haben – darunter auch mehrere Immobilien.

Ihre Konten sind im Visier:

  • Viktor Janukowitsch
, Ex-Präsident
  • Oleksander Janukowitsch, Sohn des Ex-Präsidenten
  • Mykola Asarow, Ex-Premier
  • Andrej Klujew, Ex-Chef des Sicherheitsrates
  • Vitali Sachartschenko, Ex-Innenminister
  • Sergej Arbuzow, Kurzzeitpremier
  • Michail Dobkin, Gouverneur der Provinz Charkow
  • Gennadi Kernes, Bürgermeister von Charkow
  • Olesander Klymenko, Ex-Minister für Steuern
  • Valerij Korjak, Ex-Polizeichef von Kiew
  • Olena Lukasch, ehemalige Justizministerin
  • Viktor Pschonka, Ex-Generalstaatsanwalt
  • Stanislaw Schuljak, Ex-Kommandant der Sonder­truppen des Innenministeriums
  • Volodymyr Siwkowitsch, Ex-Vize-Sicherheitsrat
  • Oleksander Jakimenko, Ex-Geheimdienstchef
  • Juri Iwanjuschtschenko, Abgeordneter der Partei der 
Regionen
  • Eduard Stawitski, ehemaliger Minister für Energie

Militär-Experte: "Lage ist absolut gefährlich"

ÖSTERREICH: Was könnte im schlimmsten Fall auf der Krim passieren?
Gerald Karner: Die Lage ist absolut gefährlich. Im schlimmsten Fall könnte es zu einer russischen Besetzung und zum Krieg kommen. Aber ich glaube nicht, dass dies passiert.

ÖSTERREICH: Welches Szenario ist dann am wahrscheinlichsten?
Karner: Eine Eskalation ist derzeit genauso möglich wie eine Beruhigung. In jedem Fall wird Russland eine Gefährdung seiner Schwarzmeerflotte nicht zulassen.

erstellt am 28. Februar 2014, 20:25

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