Jetzt träumen Bullen von Liverpool

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© Reuters

Junge "Bullen"-Truppe knackte mit 5:1 gegen Astra Giurgiu Torrekord.

Red Bull Salzburg hat seinem beeindruckenden Herbst in der Fußball-Europa-League am Donnerstag die Krone aufgesetzt. Das letzte Match in Gruppe D wurde für die "Bullen" zur Rekord-Gala. Die Salzburger brannten ein Offensivfeuerwerk ab, fegten Astra Giurgiu mit 5:1 aus ihrer Arena und trugen sich mit einem neuen Torrekord ins Europacup-Geschichtsbuch ein.

Hütter lobt sein Team
"Das war der krönende Abschluss der Gruppenphase. Es hat 90 Minuten lang Spaß gemacht, der Mannschaft zuzusehen. Sie hat hervorragenden Fußball gezeigt", meinte Trainer Adi Hütter. Gegen die Rumänen gelangen den Salzburgern die Treffer 17 bis 21 in der laufenden Europa-League-Saison. Damit übertraf man die alte Bestmarke, die mit je 18 Toren von Zenit St. Petersburg, ZSKA Moskau und RSC Anderlecht gehalten worden war, deutlich.

"Wir wollten diesen Rekord unbedingt und haben ihn uns auch geholt", freute sich Hütter. Und das, obwohl Hütter kräftig rotierte und eine im Schnitt gerade einmal 22 Jahre alte Startelf aufbot. Duje Caleta-Car (18 Jahre) und Konrad Laimer (17) feierten dabei gelungene Europacup-Debüts. "Ein besonderes Kompliment gilt den Youngsters, die zwei haben wirklich sehr gut gespielt", sprach Hütter dem Teenager-Duo ein Sonderlob aus.

Gala-Vorstellung von Kampl
Auch Martin Hinteregger, mit 22 am Donnerstag fast schon ein Routinier, schwärmte von der starken Teamleistung: "Es war eine völlig neue Formation. Da war eine derartige Leistung in diesem Ausmaß nicht zu erwarten. Dieses Spiel war ein Ausrufezeichen für die Jugend, wir haben fantastische junge Spieler." Laimer war überglücklich: "Mit diesem Spiel ist ein großer Traum für mich in Erfüllung gegangen. Ich denke, dass ich das Vertrauen des Trainers gerechtfertigt habe."

Mit zwei Toren und zwei Assists war Kevin Kampl einmal mehr das Um und Auf im Spiel der Salzburger. Dass der Slowene von zahlreichen Clubs, darunter auch absolute Top-Adressen, gejagt wird, ist kein Geheimnis. Hütter hofft natürlich, dass Kampl noch bis Saisonende bleibt. "Aber dass nach solchen Leistungen das Interesse groß ist, ist normal", weiß Hütter. Vom Verbleib von Verteidiger Ramalho bis Sommer 2015 ist Hütter hingegen überzeugt.

Liverpool als Traumlos
Salzburg ist in der Gruppenphase der Europa League mittlerweile 14 Spiele unbesiegt. Die bis dato letzte Niederlage war das 0:1 daheim gegen Athletic Bilbao im November 2011. Den Gegner im Sechzehntelfinale erfahren die Salzburger bei der Auslosung am Montag (13.00 Uhr LIVE im oe24-Ticker) in Nyon. Einerseits will man so weit wie möglich kommen, andererseits lockt das Traumlos Liverpool.

"Es wäre schön, wenn wir noch einmal 'You'll never walk alone' hören könnten", meinte Hinteregger. So wie bei Gruppengegner Celtic Glasgow zählt nämlich das Absingen des Klassikers auch bei den Heimpartien von Liverpool zu den emotionalen Höhepunkten. "Die Anfield Road wäre schon ein besonderes Erlebnis für uns junge Spieler", machte auch Marcel Sabitzer kein Geheimnis daraus, dass er sich mit den "Reds" messen möchte.

Dazu passend ist das Vorbild von Youngster Laimer Steven Gerrard, der Kapitän von Liverpool. Hütter hat hingegen kein Wunschlos: "Es warten nur noch schwere Brocken auf uns. Ich nehme was kommt." Vor einem Jahr waren die Salzburger im Achtelfinale am FC Basel knapp gescheitert. Ausgerechnet die Schweizer haben vor wenigen Tagen Liverpool aus der Champions League gekickt.

Bundesliga-Hit gegen Rapid
Zum Jahresabschluss wartet nun am Sonntag die Heimpartie gegen Rapid. Hütter hofft, dass es diesmal nach einer überzeugenden Europacup-Leistung nicht wieder den Liga-Knacks zu sehen gibt: "Mit Rapid kommt einer der attraktivsten und emotionalsten Vereine Österreichs. Ich werde den richtigen Mix finden, damit wir am Sonntag noch einmal eine überzeugende Leistung bringen."

erstellt am 12. Dezember 2014, 09:30

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