Drogenring gesprengt: 15 Kilo Kokain importiert

kokain
© Symbolbild (Getty Images)

In Kärnten wurde ein Drogenring, der 15 Kilo Kokain importiert hat, ausgehoben.

Klagenfurt/Wien. Die Polizei hat in den vergangenen Monaten einem Drogenring das Handwerk gelegt. Zumindest 15 Kilogramm Kokain sollen innerhalb von drei Jahren vorwiegend aus Slowenien importiert und in Kärnten verkauft worden sein, sagte Gottlieb Türk, der Leiter des Landeskriminalamts, am Donnerstag vor Journalisten. Von 16 festgenommenen Verdächtigen befanden sich aktuell 15 in Untersuchungshaft.

Die Gruppe arbeitete professionell und arbeitsteilig zusammen und war hauptsächlich im Zentralraum - Klagenfurt, Villach und rund um den Wörthersee - aktiv, berichtete Karl Schnitzer, Leiter der Ermittlungsgruppe Suchtgiftkriminalität. Die meisten Verdächtigen sind Österreicher, drei sind Bosnier, zwei Slowenen. Manche von ihnen arbeiteten als Kuriere, andere waren etwa für die Geldflüsse zuständig. Der Erlös aus dem Kokainverkauf soll bei zumindest einer Million Euro liegen. Bunkerwohnungen wurden gezielt angemietet, um dort das importierte Kokain zu strecken, verkaufsfertig zu portionieren und zu verpacken.

Die Verdächtigen und ihre rund 170 Subdealer und Abnehmer, gegen die noch ermittelt wird, stammen aus allen Gesellschaftsschichten. Unter ihnen befinden sich etwa ein 49-jähriger Kärntner aus dem Villacher Rotlichtmilieu - gegen ihn wird auch in anderem Zusammenhang ermittelt -, aber auch ein 30-jähriger Wörthersee-Szenegastronom, der auf frischer Tat beim Verkauf von Kokain ertappt wurde. Bei ihm wurde auch ein halbes Kilo des Suchtgifts sichergestellt. Er ist der Einzige der Verdächtigen, der nach seiner Festnahme inzwischen wieder freigelassen wurde. Eine Festnahme gab es auch in Wien. Ein dort lebender Kärntner versorgte den Drogenring mit Kokain, wenn die Lieferungen aus Slowenien ausblieben.

Vor allem beim 49-Jährigen wurden auch Wertgegenstände sichergestellt - ein hochpreisiger Pkw, ein teures Motorrad, Gemälde von namhaften Künstlern, wertvolle Uhren und Schmuck, außerdem Bargeld und Bitcoins. Es wird geprüft, inwieweit ein Zusammenhang mit dem Drogenhandel besteht.

erstellt am 05. Dezember 2019, 12:26

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