Wutanfall des Nobelpreisträgers: Handke-Eklat in Kärnten

Peter Handke
© APA/AFP/ALAIN JOCARD

Nach Ausraster im Kärntner Griffen will Handke „nie mehr Journalistenfragen beantworten“.

 

Seinem Ruf als streit- , aber auch leicht erregbarer Zeitgenosse wurde Peter Handke am Dienstag bei einem Medientermin in seiner Heimatgemeinde Griffen in Kärnten wieder einmal gerecht. Der Autor traf anlässlich des jüngst an ihn verliehenen Literaturnobelpreises zu Ehrenbekundungen der Gemeinde und des Landes Kärnten ein. Geendet hat das Ganze allerdings in Streit.

„Despektierliche“ Frage

Dabei hat alles so harmonisch begonnen, wie der Freund von Peter Handke, Valentin Hauser, erzählt: „Es war eine wunderbare Begegnung. So friedlich habe ich Peter nie erlebt.“ Das sollte sich allerdings bald ändern. Nach einem harmonischen Nachmittagstermin mit dem Griffener Bürgermeister Josef Müller und Freund Hauser war ein Treffen mit Landeshauptmann Kaiser anberaumt. Die ehrenden Worte ließ Handke sanft lächelnd über sich ergehen und erklärte sich im Anschluss sogar bereit, einige Journalistenfragen zu beantworten. Als einer der Medienvertreter Handke allerdings auf die ihn betreffenden kritischen Worte des Deutschen-Buchpreis-Trägers Sasa Stanisic ansprach, verlor Handke gelinde gesagt die Contenance. Im Wortlaut schimpfte er: „Ich bin ein Schriftsteller, komme von Tolstoi, ich komme von Homer, ich komme von Cervantes, lasst mich in Frieden und stellt mir nicht solche Fragen!“

Medienboykott

Einen für Mittwoch geplanten Termin ließ Handke daraufhin platzen und verlautbarte, „nie wieder Journalistenfragen beantworten“ zu wollen.

erstellt am 16. Oktober 2019, 23:49

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