Wien braucht 2.300 Notplätze für Flüchtlinge

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18.000 Asylwerber sind derzeit in der Stadt untergebracht.

„Der Großteil der 18.000 Asylwerber lebt momentan in Notunterkünften, 45 Prozent sind privat untergebracht“, sagt Reinhard Krennhuber vom Fonds Soziales Wien.
2.300 zusätzliche Plätze sollen bis Jahresende in Wien zur Verfügung gestellt werden.

Besonders prekär ist die Situation im Ferry-Dusika-Stadion in der Leopoldstadt, wo rund 800 Flüchtlinge unter mangelhaften hygienischen Bedingungen untergebracht sind. Aus dem Transitquartier wurde eine Dauerunterkunft. Die freiwilligen Helfer im Stadion stoßen an ihre Grenzen. Seit Monaten kümmern sie sich um die Asylsuchenden.

„Wir sind überhaupt nicht zufrieden mit der Situation, das muss besser werden“, meint auch Flüchtlingskoordinator Peter Hacker. „Wir haben in den letzten drei Monaten mehr als 40 Quartiere mit 10.000 Plätzen geschaffen“, so Krennhuber. Bis Jah­resende sollen weitere 2.300 Plätze dazukommen.

Hacker startet diese Woche eine Kampagne: Alle Wiener, die Platz haben, können sich melden. Es geht nicht darum, Wohnraum gratis zur Verfügung zu stellen. „Privat untergebrachte Flüchtlinge können sich einfacher integrieren. Wenn sie nebenbei Deutsch in der Familie lernen, ist das eine optimale Lösung“, so Krennhuber.

erstellt am 15. Dezember 2015, 08:18

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