Shit-
Storm
 gegen Wolfs-Killer

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© Facebook

Das Posting war nur wenige Stunden online, sorgt aber nach wie vor für Entsetzen.

Dienstagvormittag machte der geteilte Eintrag auf Facebook seine Runde. Und die Reaktion erfolgte prompt: Nicht nur Tierschützer empören sich über die Fotos, die da einen Jäger im Tarnanzug zeigen, der einen von ihm in Bulgarien getöteten Wolf präsentiert und der dazuschreibt: „Wenn man einen Wolf erlegt, kann man seine Waffe an die Wand hängen.“

Wolfsjagd in Bulgarien: Treiber und Alk inklusive
Damit meinte der Oberösterreicher, der in seiner Heimatgemeinde Pettenbach im Traunviertel politisch für die FPÖ als Ersatz-Gemeinderat aktiv ist, dass ihm ein ganz besonderer Coup gelungen ist. Doch dabei vergisst er, dass er sich selbst zur Zielscheibe macht: Auch der Killer des Löwen Cecil oder heuer im Sommer der Sohn eines Kärntner Ex-FPÖ-Politikers, der mit Kalaschnikow und totem Leoparden poste, bekam so einen Shitstorm ab.

Da nützt es auch nichts, dass die Wolfsjagd in Bulgarien (1.300 Euro für sechs Tage inklusive Treibern und alkoholischen Getränken) im Gegensatz zu Österreich noch erlaubt ist. Kein Problem sieht man in der FPÖ. Ortsparteiobmann Rudolf Platzer meint auf ÖSTERREICH-Anfrage: „Er ist doch Jäger, der darf das. Ich verstehe die Aufregung nicht.“ Kurz darauf war das Facebook-Posting gelöscht. (kor)

erstellt am 06. Oktober 2015, 22:21

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