Prügel-Opfer nach Life Ball jetzt operiert

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© Privat

Prügel-Opfer von der U-Bahn-Station Ottakring hat Kiefer- und Jochbein-OP hinter sich.

Bis zu fünf Mal soll ein 20-jähriger Slowake dem gebürtigen Niederösterreicher Sonntagabend auf den Kopf gesprungen sein – als der 37-jährige Life-Ball-Helfer schon bewusstlos war. Eine Woche lang hat der Kellner, der nach wie vor im Spital liegt, nach der Operation am Mittwoch jetzt eine Klammer im Mund. Er kann und darf nicht reden. Das machen andere für ihn.

Zweiter Täter gesucht
So etwa Philipp Winkler, Top-Anwalt, der sich des Falles angenommen hat und Franz F. vertritt: „Wenn jemand auf dem Kopf eines Menschen herumtrampelt, der bereits ohnmächtig ist, nimmt er den Tod seines Opfers in Kauf. Das ist eindeutig Mordversuch und ist entsprechend zu bestrafen.“

Zehn bis 20 Jahre Haft sind möglich, lebenslänglich eher nicht. Der mutmaßliche Komplize (33) des Schlägers, der „nur“ mithalf, Franz F. k. o zu schlagen, ist untergetaucht – die Polizei sucht ihn im Auftrag des Gerichts wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung.

Schwulen-Hass
Dass Motiv für den brutalen Angriff dürfte homophob gewesen sein: Das Opfer war nach dem Life Ball noch geschminkt (siehe oben), hatte Gold-Anhaftungen und goldene Fingernägel. „Sie attackierten meinen Mann Franz ohne Vorwarnung“, sagt René S. Die Slowaken dagegen behaupten, ihr Kontrahent habe ihr Kleinkind, das sie dabei hatten, beleidigt.

erstellt am 21. Mai 2015, 23:00

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