Morgen steht Kartnig wieder vor dem Kadi

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© TzOe Bruna

Diesmal geht es um Betrug. Vier Jahre Haft drohen dem Ex-Sturm-Präsidenten.

Graz. Vier Jahre und einen Monat unbedingt fasste Hannes Kartnig, der schillernde Ex-Präsident von SK Sturm Graz, im Betrugsprozess im Oktober des Vorjahres aus. Morgen, um 14.30 Uhr, entscheidet das OLG in zweiter Instanz über die Höhe von Kartnigs Strafe. In der Causa geht es um den Vorwurf des versuchten Millionen-Betrugs zulasten des Landes Steiermark.

Betrug. Wie berichtet, soll Kartnig versucht haben – trotz Vereinspleite – eine Kredithaftung in Höhe von 1,2 Millionen Euro für Sturm zu bekommen. Das i-Tüpfelchen in der Causa ist noch dazu ein Stapel voller ungezahlter Lieferanten-Rechnungen.

Haft. Der Ex-Fußballboss wird persönlich und in Handschellen vor Gericht erscheinen, heißt es zumindest in Medienberichten. Und er dürfte sich wieder entschuldigen – genauso wie bei seiner rechtskräftigen Verurteilung wegen Steuerhinterziehung. Damals setzte es eine 15-monatige Haftstrafe, die Kartnig noch bis zum Oktober abbüßt – als Freigänger. Die Nächte muss der Ex-Präsident in der Justizanstalt Graz-Jakomini verbringen. Zuvor zog der 63-Jährige mit seinem Fußfessel-Fauxpas den Ärger des ganzen Landes auf sich.

Eine Entscheidung steht auch noch in einem dritten Prozess gegen Kartnig aus: wegen Betrugs durch manipulierte Eintrittskarten. Es gilt die Unschuldsvermutung.

erstellt am 04. August 2015, 13:21

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