Mindestsicherung: 53.000 Kinder Sozialschmarotzer?

Michael Häupl
© TZOe Artner

Jetzt geht der Bürgermeister persönlich „gegen Sozialabbau“ in die Offensive.

Dass ein Wiener Bürgermeister seitenweise Datenblätter bis ins Detail durchackert, hat man im Rathaus noch nie gesehen.

Doch Michael Häupl (SPÖ) ist jetzt die Hutschnur geplatzt: „Wenn man sich die Wirklichkeit von Sozialhilfebeziehern in Wien ansieht, merkt man, wie absurd die ÖVP-Vorschläge zum Sozialabbau sind.“ Die Dauerattacken der ÖVP auf die „soziale Hängematte“ Wien, das Häupl im Gegenteil als „Sozialhauptstadt Europas“ positionieren will, reichen dem Stadtchef.

ÖVP-Pläne würden auch 53.000 Kinder treffen
Akribisch rechnet er vor, wer in Wien was erhält. 63 Prozent der Bezieher könnten gar nicht arbeiten, weil sie etwa Kleinkinder oder Rentner sind. „Allein 53.000 Kinder würden bestraft“, schreibt Häupl wörtlich.

Und: Das ÖVP-Modell bringe einer Familie mit drei Kindern 444,94 Euro Einkommensverlust – pro Monat.

Josef Galley

erstellt am 11. Februar 2016, 08:10

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