KPÖ: "Illegales Glückspiel blüht im Land"

Glückspiel
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KPÖ-Informanten berichten von illegalen Automaten in „dreistelliger Zahl“.

Das illegale Glücksspiel blühe in der ganzen Steiermark, die Behörden seien überfordert und der Landeshauptmann beteuere im Landtag, über keine Handhabe zu verfügen: Das ist die massive Kritik der KPÖ am „steirischen Glücksspiel-Chaos“.

In der Vorwoche platzte eine weitere Bombe: Die Verfahren gegen Betreiber illegaler Geräte werden in Wien, Nieder- und Oberösterreich ausgesetzt, weil unklar ist, ob das Glücksspiel-Bundesgesetz überhaupt EU-rechtskonform ist. Auch in der Steiermark wehren sich Automatenbetreiber vor Gericht gegen das Glücksspielgesetz.

Noch bevor in der Steiermark über 1000 neue Glücksspielautomaten in Betrieb genommen werden, fällt der Landesregierung ihr 2014 mit Unterstützung der FPÖ beschlossenes Landesgesetz auf den Kopf. Die von SPÖ und ÖVP behauptete Verdrängung des illegalen Glücksspiels durch ein legales Angebot bleibe Wunschdenken, solange Betreiber ihrem Geschäft nachgehen können, sagt KPÖ-Klubchefin Claudia Klimt-Weithaler.

Illegales Spiel
Die KPÖ will zudem von mehreren Informanten erfahren haben, dass landesweit verbotene Automaten im dreistelligen Bereich in Betrieb sind. Die Beobachtungen wurden an die für die Kontrolle des Glücksspiels zuständige Finanzpolizei weitergeleitet, so Klimt-Weithaler.

Gleichzeitig wird das Angebot an Sport- und Livewetten ausgebaut. Diese fallen gar nicht unter das Glücksspielgesetz. Nach dem Automatenspiel haben diese Wetten das zweitgrößte Suchtpotenzial, wie Experten warnen.

Klimt-Weithaler: „Das Chaos ist die Folge einer Gesetzgebung, die nicht im Interesse der Bevölkerung, sondern der Glücksspielkonzerne erfolgt ist.“

erstellt am 01. Februar 2016, 09:14

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