Kannibale: Spuren zu Satans-Kult

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Killer buchte Reise zu Satanisten. 

50 Mal soll Aleksandar I. (21) im Oktober des Vorjahres in Saalfelden auf seine Exfreundin Mirela B. (20) eingestochen haben, danach auch Teile ihres Körpers verspeist haben. Allein elf Stiche gingen ins Herz. Staatsanwältin Karin Sperling spricht von einer „regelrechten Hinrichtung“.

Angeklagter sagt: »Ohne Opfer werde ich geholt«
Aleksandar I.s Verteidigerin Liane Hirschbrich plädiert auf „unzurechnungsfähig“. Und der 21-Jährige gibt sich alle Mühe, diesen Eindruck zu erwecken: „Ich habe innere Stimmen gehört. Sie haben mir befohlen, dass ich ein Opfer bringen muss.“ Die Kellnerin wäre ein „würdiges Opfer“ gewesen, ohne Opfer würde er „geholt“ werden. Faktum ist, dass sich der Angeklagte mit Satanismus beschäftigte und bereits eine Reise nach New York zu einem Satanisten gebucht hatte.

Zeuge widersprach. Am Dienstag kam ein Freund (19) des mutmaßlichen Mörders (es gilt die Unschuldsvermutung) zu Wort. Zu den „inneren Stimmen“ sagte er: „Wir haben uns öfter einen Horrorfilm angeschaut. Aber von ‚inneren Stimmen‘ sprach er nie. Da hätte ich ihn ausgelacht.“ Nachbarn berichteten nach der Bluttat: „Er kam aus der Wohnung. Er wirkte ruhig.“ Ein Urteil wird für heute erwartet.

erstellt am 01. September 2015, 23:09

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